Rotes Kreuz beklagt Machenschaften

Betrügerische Spendensammler waren 90-mal erfolgreich

Beklagt die Machenschaften von Betrügern: das Deutsche Rote Kreuz.
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Beklagt die Machenschaften von Betrügern: das Deutsche Rote Kreuz.

Landkreis – In den Landkreisen Oldenburg und Cloppenburg sowie in der Stadt Delmenhorst wurde nach Auskunft der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch in der Zeit vom 1. Juli bis zum 18. Oktober 90 Straftaten registriert, die im Zusammenhang mit betrügerischen Spendensammlern stehen.

Dabei geben sich die Unbekannten als Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus. Entweder bitten sie um milde Gaben oder treten als Hausnotruf-Mitarbeiter auf. Zielgruppe sind vorrangig ältere Bürger.

„Die Täter versuchen sich Bargeld oder personenbezogene Daten zu erschleichen oder sich unter verschiedenen Vorwänden Zutritt zu Wohnungen und Häusern zu verschaffen“, teilt das Rote Kreuz mit.

In den bekannten Fällen seien die Opfer an der Haustür in intensive Gespräche über vermeintlich bestehende Spendenverträge, mögliche Kündigungen oder nicht abrufbare Spendenbeträge verwickelt worden. Oftmals handelte es sich bei den Opfern tatsächlich um DRK-Fördermitglieder.

Die Täter treten sehr höflich auf

„Die Täter tragen dabei auch Kleidung, die die Zugehörigkeit zum Deutschen Roten Kreuz täuschend echt suggeriert, sodass sich die Gesamtsituation vor der Haustür als sehr überzeugend darstellt“, erklärt das Rote Kreuz. In ihrem Auftreten seien die Täter stets höflich und zuvorkommend. Sie erhielten oft Zutritt zu den Wohnungen, indem sie vortäuschten, sie würden das Hausnotruf-Gerät überprüfen. Stattdessen würden in einem unbeaufsichtigten Moment Wertgegenstände und Stehlenswertes entwendet.

Das DRK weist darauf hin, dass es grundsätzlich keine Bargeldspenden an der Haustür einsammelt. Zudem solle niemand sensible Daten, insbesondere die Geheimzahl (PIN) der Bankkarte des Kontos mitteilen. DRK-Mitarbeiter würden für die Wartung des Hausnotrufes zuvor einen Termin vereinbaren.

Der Themenkomplex im Zusammenhang mit Betrugsmaschen dieser Art ist für das Ansehen des DRK ein großes Problem, da wertvolles Vertrauen verloren geht. Als gemeinnützige Hilfsorganisation sei das DRK auf freiwillige Spenden angewiesen. In einigen Kreisverbänden würden deshalb angestellte Haustürwerber regelmäßig Spenden einwerben. Solche Aktionen würden jedoch im Vorfeld in der örtlichen Presse bekannt gegeben, heißt es von der Organisation.

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