Betriebsinformationstag an der Hauptschule/15 Unternehmen stellen sich vor

Welcher Job soll es werden?

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Agrarfrost-Ausbilder Niklas Behnken (rechts) erklärt die beruflichen Möglichkeiten.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Auf dem Schulhof stand gestern der Info-Truck der Bundeswehr, in der Wildeshauser Hauptschule waren Vertreter von 15 Unternehmen aus der Kreisstadt und Umgebung damit beschäftigt, die Jugendlichen über Ausbildungsberufe zu informieren.

Für die neunten und zehnten Klassen stand der Betriebsinformationstag auf dem Stundenplan. „Bis vor drei Jahren haben wir eine solche Aktion stets am Zukunftstag im April auf die Beine gestellt“, erklärte Schulsozialarbeiter Christian Drittler. Das sei aber zu spät gewesen, da die Schüler im Frühjahr schon ihre Bewerbungen geschrieben hätten: „Also haben wir uns auf den Herbst konzentriert, um ihnen rechtzeitig die Möglichkeit zur Berufswahl zu geben.“

Die Beratung erfolgte gestern jedoch nicht im Klassenverband, sondern in lockeren Gruppen. „Jeder Schüler kann sich vier Berufszweige aussuchen, um sich beraten zu lassen und diese Betriebe etwas kennenzulernen“, betonte Konrektor Bernard Werner. Sinn und Zweck sei es, die Ausbildungsmöglichkeiten auszuloten, das Bewerbungs- und Vorstellungsverfahren kennenzulernen und Allgemeines über die eigentliche Ausbildung zu erfahren: „Dabei soll auch aufgezeigt werden, was die Bewerber oft falsch machen und ob für sie die richtigen Erwartungen vorliegen.“

Von Atlas Weyhausen in Wildeshausen war Sebastian Kuhlmann mit drei Kollegen gekommen, die sich den Fragen der Jugendlichen stellten. „Das Interesse der jungen Menschen ist schon da. Wir haben ihnen kurz das Unternehmen vorgestellt und die Möglichkeiten in unserem Betrieb aufgezeigt.“ Voraussetzung für eine Einstellung sei ein guter Hauptschul- oder ein Realschulabschluss.“

Das machte auch Niklas Behnken, Ausbilder bei Agrarfrost in Aldrup, deutlich: „Bei uns muss es ein sehr guter Hauptschulabschluss sein, wenn die Jugendlichen eine Chance haben wollen. Meistens kommen aber Bewerber mit dem Realschulabschluss.“ Diesen stünden dann die Berufe Fachkraft für Lebensmitteltechnik oder Lagerlogistik, Maschinen- und Anlagenführer sowie Mechatroniker zur Auswahl: „Die meisten Fragen drehten sich heute aber um Verdienst, Arbeitszeit und um die Leistungen, die zu erbringen sind.“

Schulleiterin Dorit Hielscher bescheinigte den Schülern ein starkes Interesse daran, nach der Schulzeit auch arbeiten zu können: „Sie sind bemüht, etwas zu finden. Ihre Einstellung ist absolut positiv. Außerdem ist die Zeit der endlosen Bewerbungsschreiberei vorbei. Die verschiedenen Betriebe suchen wieder verstärkt Auszubildende.“

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