Bestand hat sich erholt/EU-Förderung für Sanierung von Schuppen beantragt

Immer im Dienst für den Steinkauz

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Michael Feiner und Bernd Lögering von der Naturschutzstiftung des Landkreises sowie der Naturschützer Klaus Taux (von links) halten eine Niströhre für Steinkäuze in die Höhe.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Es ist Dr. Klaus Taux ein wenig peinlich: Der Vorsitzende der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg, Michael Feiner, und der Geschäftsführer Bernd Lögering loben den emsigen Naturschützer aus Oldenburg unermüdlich. Der 75-Jährige sei der Vater der steigenden Steinkauz-Bestände im Landkreis Oldenburg.

Seit 1998 läuft das Projekt zur Förderung der Eulenart. Waren damals nur zwei Pärchen bekannt, so sind Steinkäuze heute an 93 Plätzen im Landkreis zu Hause. Der Diplom-Biologe Taux schätzt, dass die Zahl der Jungen derzeit mehr als 220 beträgt.

Der Anstieg kommt nicht von ungefähr. Rund 440 Nistkästen- und röhren bieten den kleinen Vögeln einen Unterschlupf. 305 davon betreut Taux. Und nicht nur das – die meisten hat er auch selbst gebaut. Feiner klopft Taux weiter verbal auf die Schultern: „Da steckt viel Arbeit drin.“ Der Gelobte grinst und winkt ab: „Ich hatte ja auch 18 Jahre Zeit zum Üben. Wenn man sie kauft, kosten sie mehr als 100 Euro pro Stück.“ Viele Röhren seien auch im Jugendwaldheim Ahlhorn, das heute „Waldpädagogisches Zentrum“ heißt, gebaut worden.

Wichtig ist Taux, dass viele Feld- und Weideschuppen erhalten bleiben, in denen sich die Käuze gerne ansiedeln. Er spricht die Eigentümer an und versucht, sie vom Wert der Gebäude für die Tierwelt zu überzeugen.

Doch oft sind die Konstruktionen marode. Deswegen beantragte die Naturschutzstiftung am Donnerstag im Rahmen des EU-Förderprogramms Leader einen Zuschuss für die Sanierung derartiger Gebäude. 16 davon seien seit 1998 renoviert worden, aber „mehr als 30 sind seitdem verschwunden“, so Taux, der Bauern bittet, die Schuppen stehen zu lassen.

Die Stiftung schließt in einem solchen Fall mit den Eigentümern Verträge über den Erhalt mit einer Laufzeit von zehn bis zwölf Jahren ab. Die Landwirte würden eine kleine Entschädigung bekommen, wenn sie etwas Grünland – hier jagt der Steinkauz gern – um die Gebäude herum stehen ließen, erklärte Feiner. Der Einsatz für die Schuppen sei für die Landwirte eine gute Gelegenheit, aktiven Naturschutz zu betreiben.

So ganz ohne abschließendes Lob lässt Feiner Taux nicht zurück nach Oldenburg fahren: „Dass der Steinkauz im Landkreis wieder verbreitet ist, ist sein Lebenswerk.“ Doch der Naturschützer ist nicht mehr der Jüngste, wie er selbst zugibt. Deswegen wirbt er um Hilfe.

Wer Zeit hat und sich einbringen möchte, kann sich per E-Mail an die Adresse naturschutzstiftung@oldenburg-kreis.de oder unter Tel. 04431/85361 bei der Stiftung melden.

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