Stellfläche wird anders geordnet / WC für Besucher und Touristen

Besser Parken am Gräberfeld

Die Arbeiter mauern zu beiden Seiten des Parkplatzes am Pestruper Gräberfeld eine Begrenzung. Es werden rund 30 Stellflächen ausgewiesen. Foto: bor

Wildeshausen – „Es soll etwas geschehen mit dem Parkplatz am Pestruper Gräberfeld“ – das berichtete unsere Zeitung im Januar 2012. Jetzt, fast acht Jahre später und nach scheinbar endlosen Gesprächen mit Behörden, sind Bauarbeiter angerückt, die die Stellfläche kurz hinterm Wildeshauser Ortsausgang gegenüber vom Gräberfeld umgestalten. Auto- und Busfahrer sollen dort bessere Möglichkeiten zum Abstellen ihrer Fahrzeuge vorfinden. Außerdem wird eine Toilette aufgestellt. Die Maßnahmen kosten rund 90 000 Euro, wovon die Hälfte mithilfe des EU-Leader-Programms finanziert wird.

„Da war schon immer wildes Parken“, blickt Bürgermeister Jens Kuraschinski zurück. Auf der unbefestigten Fläche standen die Autos bisher oft ungeordnet – besonders wenn viele Wildeshauser, aber auch Auswärtige das Gräberfeld im Sommer oder Frühjahr zum Spazieren gehen ansteuerten.

Zurzeit gibt es nur begrenzt Parkflächen wegen der Arbeiten. Aber wenn diese im Januar, einen milden Winter vorausgesetzt, beendet sind, sollen auf einer Länge von rund 130 Metern 30 Stellplätze für Autos und zwei für Busse zur Verfügung stehen. Die Autos müssen schräg angeordnet abgestellt werden, damit sie vernünftig wieder zurücksetzen können. Denn durch die zwei in den Boden eingearbeiteten Mauern, sogenannte Hochbords, wird der Parkraum insgesamt etwas kleiner.

Künftig ist klar geregelt, dass der von der Stadt aus betrachtet hintere Zugang zum Parkplatz die Einfahrt ist, während vorne die Ausfahrt geplant ist. Laut Bauamtschef Hans Ufferfilge, der für Dienstag zu einem Pressegespräch eingeladen hatte, sei eine Tempobeschränkung auf der Pestruper Straße auf 70 Kilometer pro Stunde denkbar, müsse aber mit dem Kreis abgesprochen werden, dem die Straße gehört. Überhaupt gelte es abzuwarten, wie sich der Verkehr an dieser Stelle entwickelt.

Besonders das WC hatte der CDU, die 2012 den ersten Antrag gestellt hatte, am Herzen gelegen. Auch weil die Gelegenheiten, sich zu erleichtern, am Gräberfeld begrenzt sind. Allerdings gibt es im Landschafts- und Grabungsschutzgebiet nicht viele Möglichkeiten für Erdarbeiten oder das Verlegen von Rohren, was auch für die scheinbar endlosen Diskussionen der Stadt mit Fachbehörden verantwortlich war. Eine fest installierte Toilette war also nicht möglich. Jetzt soll eine Art Dixi-Klo her, das einmal pro Woche abgeholt wird. Aber es werde eingehaust, hieß es von der Stadt, sodass das „stille Örtchen“ nicht allzu sehr auffällt.

Ebenfalls Teil des neuen Parkplatzes soll eine Infotafel werden, die Angaben zum touristischen Angebot der Kreisstadt und zum Gräberfeld enthält.  bor

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