Nicht alle Schüler haben Tickets: Manche müssen wieder aussteigen

Beschädigungen und Betrug im Bus

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Das Unternehmen Wilmering sorgt für den Schülertransport in Wildeshausen. 

Wildeshausen – Täglich fahren in Wildeshausen zahlreiche Busse zu den Schulen, um Kinder und Jugendliche zum Unterricht zu bringen. Das läuft nach Angaben des Generalunternehmers, der Firma Wilmering in Vechta, weitgehend problemlos. Doch es häufen sich offenbar die Fälle, in denen in den Fahrzeugen Schäden verursacht werden, Schüler kurzzeitig vom Transport ausgeschlossen werden müssen, weil sie sich nicht benehmen können, oder Betrugsversuche mit Tickets festgestellt werden.

„Ich werde bald die Wildeshauser Schulen aufsuchen, um dort Bustrainings anzubieten“, kündigt Dirk Langnickel, Kommunikationsmanager bei Wilmering, an. „Wir stellen täglich Schäden fest.“ So würden Sitzpolster mit Geodreiecken beschädigt und Businventar mit Stiften beschmiert. Wenn die Verursacher ermittelt werden können, müssten die Eltern zahlen.

Aber es gibt seinen Angaben zufolge weitere Missstände, die auffallen, wo viele Kinder und Jugendliche einsteigen. So komme es immer wieder vor, dass Schüler ohne oder mit gefälschten sowie von Bekannten ausgeliehenen Tickets mitfahren wollen. „Oder das Ticket wird schnell hinten durch die Gummilippe der Tür hinausgeschoben, damit noch jemand mitfahren kann“, berichtet Langnickel. „Wir haben eine Beförderungspflicht des Landkreises, und wir nehmen die Kinder auch mit“, ergänzt er. Doch bei mehrmaligem Mitfahren ohne Fahrschein würde schließlich Geld kassiert. Alternativ würden die Busfahrer die Kinder gar nicht mehr mitnehmen, wenn bekannt sei, dass weder der Landkreis für die Beförderung aufkomme, noch die Eltern dafür sorgten, dass das Kind Fahrgeld habe.

Das bestätigt auch Roswitha Remmert, Rektorin der Wallschule, die nach eigenen Angaben einen guten Kontakt zu den Busunternehmen hat. „Wir weisen die Eltern darauf hin, dass nicht alle gratis fahren dürfen und deshalb zahlen müssen“, sagt sie. Dennoch sei es vor Kurzem vorgekommen, dass ein Kind ohne Fahrschein an der Holbeinschule ausgestiegen sei und sich zu Fuß auf den zwei Kilometer weiten Weg zur Wallschule gemacht habe.

„Unsere Sozialarbeiterin ist ihm entgegengegangen, nachdem wir davon gehört haben“, so Remmert. Es komme manchmal vor, dass Eltern nicht einsichtig seien, wenn ihre Kinder nicht auf Landkreiskosten mitfahren dürften. Man sei ständig im Gespräch mit den Erziehungsberechtigten – auch, was das Verhalten der Kinder im Bus betrifft. „Manchmal passiert es, dass Schüler sich bereits an den Haltestellen oder während der Fahrt nicht benehmen können“, berichtet Remmert. Das gehe von Drängeleien an viel befahrenen Straßen bis zu Tritten und Geschubse im Bus. „Dann nehmen wir den Kindern auch mal für wenige Tage das Ticket weg“, so Remmert. „Sie müssen dann zu Fuß gehen, um zu begreifen, dass sie sich nicht vernünftig benommen haben.“  

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