Johanneum benötigt Geld für Erweiterung / 3,4 Millionen Euro vom Landkreis?

Beratung über Zuschuss für Krankenhaus

Bislang rollen die Bagger nur auf dem Parkplatz: Das Krankenhaus Johanneum soll massiv ausgebaut werden.
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Bislang rollen die Bagger nur auf dem Parkplatz: Das Krankenhaus Johanneum soll massiv ausgebaut werden.

Wildeshausen – Die Stiftung Johanneum als Träger des Krankenhauses in Wildeshausen kann darauf hoffen, einen Zuschuss in Höhe von 3,44 Millionen Euro zur geplanten Erweiterung und Sanierung des Standortes zu erhalten. So sieht es die Beschlussvorlage für den Sozial- und Gesundheitsausschuss am Dienstag, 17. November, ab 17 Uhr im Kreishaus vor. Diese Summe könnte eine große Deckungslücke füllen helfen, die aktuell noch zwischen dem veranschlagten Investitionsvolumen von 37,8 Millionen Euro und der Förderung durch das Land Niedersachsen in Höhe von 29,5 Millionen Euro klafft.

Wie berichtet, plant das Krankenhaus den Neubau der Intensivpflege und eine Umstrukturierung der OP-Abteilung in den kommenden vier Jahren. Zunächst waren dafür 31 Millionen Euro veranschlagt worden. Nach Abstimmungsgesprächen mit der staatlichen Bauaufsicht des Landes war die Summe dann deutlich auf 37,8 Millionen Euro erhöht worden.

Bedeutung des Krankenhauses ist offensichtlich geworden

Die Kreisverwaltung hat nach eigener Aussage sowohl die erhöhte Kalkulation als auch die Bilanzdaten der Stiftung Johanneum überprüft. In diesem Rahmen wurde die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses bescheinigt. Eine Finanzierung der Deckungslücke für das anstehende Projekt aus Eigenmitteln sei aber nicht möglich, so die Expertise der Prüfer.

Die Kreisverwaltung erklärt, dass die Bedeutung des Krankenhauses während der Coronavirus-Pandemie in besonderer Weise offensichtlich geworden ist. Schon aus diesem Grund sei ein nennenswertes finanzielles Engagement des Landkreises zur Sicherung einer zukunftsfähigen Klinik im Interesse der Einwohner gerechtfertigt.

Die Verwaltung regt weiter an, die dem Johanneum zu Beginn der Corona-Pandemie zur Verfügung gestellten Beatmungsgeräte im Wert von rund 270 000 Euro kostenfrei zu überlassen. Damit würde die Gesamtfördersumme von 3,71 Millionen Euro erreicht. „Dies entspricht 53,9 Prozent der zugrunde gelegten Deckungslücke“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Möglicherweise könne der insgesamt kommunal getragene Anteil noch insoweit verändert werden, als dass auch bei der Stadt Wildeshausen eine Bezuschussung des Projektes angefragt sei.

Johanneum durch Corona geschwächt

Unklar ist allerdings auch noch, wie hoch der Eigenanteil des Johanneums ausfallen kann. Das Krankenhaus hatte im April darauf hingewiesen, dass die Folgen der Coronakrise zu einer Absenkung der eigenen Leistung führen könnte. Von daher hatte die Stiftung eine Erhöhung der kommunalen Zuschüsse von 5,5 auf 6,3 Millionen Euro beantragt.  dr

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