Benefizspiel für verunglückte „Private Greens“-Mitarbeiter

Familienfest im Krandel mit drei tollen Werder-Toren

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Die Einlaufkinder auf dem Weg zum Spielfeldrand.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. 4500 Besucher feierten am Freitagnachmittag im Wildeshauser Krandelstadion ein gelungenes Familienfest mit den dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und dem Zweitligisten RB Leipzig. Da traf es sich gut, dass Werder mit 3:0-Toren siegte.

Anschließend ging die große Autogrammjagd los. Allerdings verschwanden viele Werder-Profis erst einmal erschöpft in der Umkleidekabine. Als sie frisch geduscht zurückkamen, gab es jedoch noch Unterschriften auf Zettel, Trikots, Mützen und natürlich Selfies.

Aus Sicht der Polizei lief die gesamte Veranstaltung sehr friedlich. Der Sicherheitsbeauftragte und Kriminaldirektor in Pension, Uwe Matthias aus Leipzig, und Erster Polizeihauptkommissar Harald Theile aus Wildeshausen hatten sich im Vorfeld gut abgestimmt.

„Wir haben 80 Leute vor und hinter den Kulissen im Einsatz“, erklärte der Vorsitzende des VfL Wittekind Wildeshausen, Wolfgang Sasse, zur Organisation. Leipzigs Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick zeigte sich am Rand des Spielfeldes begeistert von der Atmosphäre: „Es ist schön, dass wir hier in Wildeshausen spielen können.“ Auf seine Initiative war das Benefizspiel zustande gekommen. Mitarbeiter der Wildeshauser Firma Privat Greens waren am 3. August auf einer Autobahn in der Nähe von Leipzig mit ihrem Wagen verunglückt. Einer der Angestellten starb, ein anderer wurde schwer verletzt.

Werder-Benefizspiel gegen RB Leipzig

Der Leipziger Verein kümmerte sich um die Familien der Opfer, und Rangnick rief kurz darauf bei Werders Sportchef Thomas Eichin an. Der sagte sofort ein Benefizspiel zu, und so dürften im Krandel einige zehntausend Euro für die Angehörigen der Verunglückten zusammengekommen sein. Genaue Zahlen konnte Sasse noch nicht nennen. Er berichtete aber, dass die Familien vom Sportwagenhersteller Porsche gestern noch nach Leipzig eingeladen wurden.

„Das Spiel macht aber auch sportlich für beide Teams Sinn“, erklärte Rangnick. Allerdings musste er mit ansehen, wie Werder in der 37. Minute durch Fin Bartels in Führung ging. In der 81. Minute erhöhte Melvyn Lorenzen auf 2:0, sieben Minuten später stellte Ousman Manneh den 3:0-Endstand her (siehe Sport).

Ihren großen Tag hatten auch die 3.F-Jugend vom VfL Wittekind und die F-Jugend von Grün-Weiß Kleinenkneten, die mit den Profis einlaufen durften. Sie saßen schließlich mit 1000 Kindern aus Vereinen und von der evangelisch-lutherischen Kirche auf der Laufbahn und konnten das Spiel hautnah verfolgen.

Hier geht's zum Spielbericht.

Bartels, Lorenzen, Manneh treffen gegen Leipzig

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