„Swing Club Singers“ beeindrucken mit Interpretationen alter Plattenspieler-Hits

Von „Bel Ami“ bis „Sir Duke“

Die „Swing Club Singers“ gaben ihr „Plattenspieler-Konzert“ im LiLi-Servicekino.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Sie ließen das Publikum sehnsuchtsvoll seufzen, mitswingen, mitrocken und in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen: Die Wildeshauser Gesangsgruppe „Swing Club Singers“ unter der Leitung von Rafael Jung gastierte mit einem vielseitigen Programm am Sonntagabend im LiLi-Servicekino.

Das Motto des Abends lautete „Plattenspieler-Konzert“. Während ihr Gesang im Publikum wie eine Bombe einschlug, setzten die „Swing Club Singers“ zur instrumentalen Unterstützung wie gewohnt auf ihre unsichtbare Begleitband, hinter der vor allem Rafael Jung steckt. Der hatte die intensive und detailreiche Arbeit bereits im Studio erledigt und so ertönte die „Band“ vom Band.

Genug vom nötigen Swing brachten die Sänger allerdings auch schon in ihrer Stimme mit. Das bewies sich vielleicht am eindrucksvollsten in dem rockigen Stück „Sir Duke“ von Stevie Wonder. „Bei Musikern ist dieser Song vor allem wegen seiner schweren Bläserpassagen beliebt“, erklärte Jung, der in Co-Moderation mit Altistin Dörthe Drubel-Holscher durch den Abend führte, dem Publikum. „Wir haben heute zwar keine nennenswerten Bläser mitgebracht, versuchen uns aber trotzdem auch an diesen instrumentalen Passagen“, kündigte er an.

„Schwer“, nannte er das Stück, Drubel-Holscher fand es nett – und das Publikum merkte bald, dass es mit der stimmlichen Umsetzung der „Swing Club Singers“ so richtig fetzte. Trotz der bequemen Kinosessel begann das Stillsitzen schwer zu werden, während sich gleichzeitig die unvermeidliche Gänsehaut einstellte, an der es sich nun mal am besten belegen lässt, ob Musiker etwas richtig machen.

Die „Swing Club Singers“, die bis auf eine einzige Ausnahme während dieses Konzert ausschließlich Lieder sangen, die noch auf Schallplatten herausgekommen waren, hatten auch mehrere Stücke voller purer Romantik im Gepäck. In seiner Moderation krönte Jung dafür den Tenor Matthias Kenkel schon vorausschauend zum „Mr Lover“. Mit seiner sanften Stimme umschmeichelte er also bei „How Deep is Your Love“ das Publikum.

Stimmlich tat sich außerdem immer wieder Altistin Drubel-Holscher hervor, die mit ihrem unverkennbaren Organ mit meisterhaften Soli verzauberte und deren Alt-Stimme auch in die helleren Tonlagen reichte. Als perfektes, sich ergänzendes Team erwiesen sich immer wieder die Sopranistinnen Nicole Theys und Regina Schneider. Wobei Theys beispielsweise beim Abba-Medley bewies, dass ihr Sopran ebenfalls wunderbar kräftig und durchdringend auch in die tieferen Tonlagen reicht.

Sowieso war während des Abba-Medleys als kleines Finale vor der Pause Frauen-Power gefragt. Sowohl Tenor als auch Bass hatten bei dem Medley, dass die Formation auf Theys Wunsch einstudiert hatte, eher begleitende Funktionen. Und so rockten die Frauen-Stimmen mit den Abba-Hits „SOS“, „Money, Money, Money“, „Mamma Mia“ und „Waterloo“ den Saal.

Sehnsuchtsvolle Seufzer aus dem Publikum begleiteten hingegen wiederum die Interpretation des Songs „A Time For Love“. In längst vergangene Zeiten entführten außerdem alte Swing-Hits wie „Bei mir bist du schön“ oder „Bel Ami“. Und passend zur Jahreszeit bemühten sich die „Swing Club Singers“ sogar den Frühling herbei zu singen: Mit „You Are The Sunshine In My Life“.

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