Goldene Hochzeit im Hause Förster

Beim Tanzen im „Fass“ hat es am ersten Abend gefunkt

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Seit 50 Jahren verheiratet: Waltraud und Dietrich Förster aus der Kreisstadt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Gefunkt hat es im Oktober 1964 im Lokal „Zum Fass“ in Oldenburg, als sich die Wildeshauser Dietrich und Waltraud Förster, geborene Kruse, zum ersten Mal gesehen haben.

Drei Jahre später läuteten für sie die Kirchenglocken, und heute kann das Paar seine goldene Hochzeit feiern. „Ja, das war damals eine schöne Zeit“, waren sich die Eheleute einig. „Wir sind stolz, unsere Goldene feiern zu können. Das kommt heute ja nicht mehr so oft vor.“

Dietrich Förster wurde am 25. Juli 1941 in Marienwerder in Westpreußen geboren. 1945 wurde die Familie aus der Heimat vertrieben und fand bis 1956 in Mecklenburg ein neues Zuhause. Nach der Schule absolvierte er eine kaufmännische Lehre und fand eine Stelle als Verwaltungsangestellter in Wittingen im Kreis Salzwedel.

Als Fallschirmjäger Frau getroffen

Als Förster 1964 zur Bundeswehr musste, verpflichtete er sich für vier Jahre und wurde im Fallschirmjägerbataillon in Wildeshausen stationiert. „In dem Jahr habe ich Waltraud kennengelernt. Sie hatte ein Klassentreffen, und ich war einfach so nach Oldenburg gefahren, um zu feiern.“ Er habe sie zum Tanzen aufgefordert und dann praktisch nicht mehr losgelassen.

Nach der Bundeswehrzeit absolvierte Förster ein Studium auf Lehramt in Oldenburg, wo er 1967 „seine“ Waltraud geheiratet hat.

Gemeinsam wohnte das Paar zunächst in Wardenburg, und nach dem Studium wurde in der Wittekindstadt ein Eigenheim gebaut. „Das war 1971. Schon ein Jahr später habe ich im VfL Wittekind die Handballabteilung aus der Taufe gehoben und lange Zeit drei Mannschaften trainiert. Noch heute habe ich gute Kontakte“, so Förster.

Seine Gattin wurde am 17. November 1935 in Butjadingen geboren, wo sie bis 1948 lebte. „Mein Vater wurde dann als Rektor nach Wildeshausen versetzt. Hier bin ich dann auch zur Realschule gegangen. Aber ich wollte gerne Sportlehrerin werden.“ Allerdings habe ihr der Vater geraten, nicht nur Sport zu nehmen.

Ehefrau als Gästeführerin unterwegs

„Um Lehrerin zu werden, musste ich jedoch zunächst die Fachschule absolvieren. Später habe ich dann in Hannover die Hochschule für spezielle Ausbildung besucht.“ Sie hatte sich für die Fächer Sport, textiles Gestalten und Hauswirtschaft entschieden.

Ihre erste Stelle als Junglehrerin bekam Förster in Wardenburg. „Dann wurden Dietrich und ich an die Burgschule hier in Wildeshausen versetzt. Er hat Geschichte, Biologie und Sport unterrichtet“, so die Gold-Braut.

Vielen Wildeshausern dürfte Waltraud Förster bestens bekannt sein. Schon seit vielen Jahren ist sie als Gästeführerin eng mit dem Verkehrsverein „vebandelt“. Ihr großes Hobby ist jedoch nach wie vor der Sport im VfL, während der Ehemann das Schwimmen bevorzugt.

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