Wildeshausen bekommt Freilauffläche

Leinen los für Hund und Herrchen am Klärwerk

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Bürgermeister Jens Kuraschinski (Mitte) durchschneidet das rote Eröffnungsband in Anwesenheit des Verwaltungsmitarbeiters Oliver van Rüschen (links) und Hundehalter Frank Hartwig.

Wildeshausen - Am Wochenende war schon das erste Dutzend Hunde auf der Anlage; am Mittwoch wurde die Freilauffläche beim Klärwerk in Wildeshausen offiziell in Betrieb genommen.

Damit der eingezäunte Bereich in einem guten Zustand bleibt, setzt Bürgermeister Jens Kuraschinski auf die Eigenverantwortlichkeit der Hundebesitzer. Die dürfen ihre Lieblinge von 6 bis 22 Uhr ohne Leine auf dem 3. 600 Quadratmeter großen Areal toben lassen.

Die etwa 1,60 Meter hohen Zäune und die Schleuse am Eingang sorgen dafür, dass die Vierbeiner unter sich bleiben. Eine Station für Hundekotbeutel ist aufgestellt, sodass niemand eine Ausrede hat, die Hinterlassenschaften seines Hundes nicht beseitigen zu können. 

Ein Mülleimer steht an der Straße, der möglicherweise noch näher an die Freilauffläche versetzt wird. Alternativ könnte auch ein weiterer Abfallbehälter angebracht werden. „Ich glaube an einen pflichtbewussten Umgang der Halter mit dem Gelände“, betonte Kuraschinski. In anderen Gemeinden laufe das schließlich auch relativ stressfrei. 

Die Besitzer sind in jedem Fall für ihr Tier verantwortlich. Also auch dafür, dass es keine anderen Vierbeiner angreift. Bei den Bauarbeiten wurde eine kleine Stellfläche aufgeschüttet, die Platz für mehrere Autos bietet.

„Enzo“ (links) und „Sam“ toben über die 3 600 Quadratmeter große, eingezäunte Freilauffläche. 

Je nachdem wie die Freilauffläche angenommen wird, überlegt die Stadtverwaltung, Bänke für die Hundehalter aufzustellen. Auf Anregung von Frank Hartwig, der mit seinem Sam zur Eröffnung gekommen war, erwägt Kuraschinski auch die Installation von Tränken. Diese könnten in Anbindung ans nahe gelegene Klärwerk eingerichtet werden. 

„Solche Anregungen nehmen wir gerne auf“, sagte er in Richtung Hartwig. Der Bauhof der Stadt wird die Anlage regelmäßig mähen. Sie ist ganzjährig geöffnet. Für den jährlichen Unterhalt wird mit Ausgaben von 1. 600 bis 2. 000 Euro gerechnet.

Mit der Eröffnung endete ein jahrelanger Prozess, der 2012 mit einem Antrag der Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger begonnen hatte. Sie wollte, dass die Stadt prüft, welche Areale sich für eine Freilauffläche eignen. Dafür hatte es aber keine politische Mehrheit gegeben. 

Als Kuraschinski Bürgermeister geworden war, sprachen ihn mehrere Wildeshauser auf das Thema an, woraufhin er den Antrag erneut in die Beratung gab. Diesmal erfolgreich. Das war 2015. Allerdings sollte es noch bis 2017 dauern, bis konkrete Zahlen auf dem Tisch lagen. Und wegen des nassen Bodens konnte erst dieses Jahr gebaut werden. Aber nun gilt: Leinen los beim Klärwerk. - bor

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