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Bilanz der Polizei: Deutlich mehr Gewalt beim Gildefest

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Von: Dierk Rohdenburg

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Party im Festzelt: Zeitweise herrscht dort drangvolle Enge.
Party im Festzelt: Zeitweise herrschte dort drangvolle Enge. © jh

Wildeshausen – Die Polizei in Wildeshausen hat an den Tagen des Pfingstwochenendes und somit des Gildefestes von Freitag bis Dienstag deutlich mehr Gewaltdelikte registriert, als in dem Jahr vor Corona.

„Trotzdem war es ein weitgehend friedliches Fest“, bilanzierte Albert Seegers von der Polizeipressestelle in Delmenhorst.

Vor Ort war der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des Polizeikommissariats Wildeshausen, Frank Gravel, verantwortlich. Seine Kollegen und er nahmen elf Körperverletzungen auf, in deren Folge es auch einen Kieferbruch, eine Platzwunde am Kopf und Gesichtsverletzungen gab.

„Der Sonntag war der schlimmste Tag“, so Gravel. Wegen des Regens seien viele Menschen nach der Auftaktveranstaltung dicht gedrängt in den Zelten gewesen. Das habe zu einigen Konflikten geführt. Aber angesichts der Anzahl der Besucher und des oftmals hohen Alkoholisierungsgrades seien derartige Reibereien eher Normalität. „Viele Leute hatten wegen der Corona-Zeit lange nicht mehr so gefeiert“, so Gravel. Da sei manch einem der Alkohol wohl nicht so gut bekommen.

Auch in den sozialen Medien wurde von drangvoller Enge im Zelt sowie Schlägereien und Problemen mit dem Sicherheitsdienst berichtet. Viele Scharmützel sind aber wohl gar nicht angezeigt worden.

Immerhin: Die Zellen der Polizei sind verschließbar

Immerhin sind die Zellen im Wildeshauser Polizeikommissariat endlich verschließbar und können Betrunkene oder Straftäter aufnehmen. Wie berichtet, hat die Polizei zwar hochmoderne Zellen mit Fußbodenheizung, Toilette und Videoüberwachung im neuen Revier an der Daimlerstraße, doch die Schlösser im Gewahrsamsbereich waren nicht nutzbar, weil ein falsches Schließsystem angeschafft wurde. Dieses Problem hat man zumindest vorübergehend technisch gelöst. Innerhalb des nächsten Jahres soll geprüft werden, ob alles funktioniert, ansonsten, so heißt es von der Polizei, müssen die Türen für je 10.000 Euro doch noch ausgetauscht werden.

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