Begehung ergab, dass die Entwicklung positiv ist/Besitzer zeigt sich kooperativ

Campingplatz Aumühle: Einige Gebäude stehen noch

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Anbau, Vorzelt, Wohnwagen – das ist nach der Campingplatzverordnung auch in Aumühle nicht erlaubt.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Auf dem Campingplatz in Aumühle ist schon einiges zurückgebaut worden. Es gibt aber auch noch Areale, auf denen noch gar nichts passiert ist, wie am Freitag aufgenommene Fotos zeigen. „Wir sind aber auf einem guten Weg“, sagt Peter Nieslony, Bauamtsleiter beim Landkreis Oldenburg. Über konkrete Maßnahmen solle in dieser Woche beratschlagt werden.

Am Mittwoch gab es eine Begehung mit Mitarbeitern des Landkreises, dem Besitzer des Campingplatzes und Bewohnern. Grund war der Ablauf einer Frist, die der Landkreis gesetzt hatte, bis zu der der Platz baurechtlich in Ordnung sein soll. Ziel war es, bis Anfang Mai alle festen Bauten zu entfernen. Erlaubt sind auf dem Gelände nur noch Wohnwagen, Zelte und kleine Anbauten, wie es die Campingplatzverordnung zulässt. „Viele Bewohner haben den Rückbau durchgeführt“, hat Nieslony von seinen Mitarbeitern signalisiert bekommen. „Es gibt aber einige Parzellen, wo wir die Hand draufhalten müssen“, sagt er weiter. Dort, wo nichts oder nur wenig passiert ist, wird der Landkreis weiter Druck ausüben. „Da sind wir unnachgiebig“, erklärt Nieslony. „Am Ende muss ein baurechtlich einwandfreier Zustand herbeigeführt werden.“

Erster Ansprechpartner ist für den Landkreis der Besitzer des Areals. Der zeigt sich kooperativ. Doch offenbar gibt es einige Bewohner, die bislang auf Druck nicht reagiert haben. Auf diese könnte der Landkreis zur Not auch direkt einwirken. Wenn weitere Fristen verstreichen, sind Zwangsgelder denkbar. Als letztes Mittel bleibt die Ersatzvornahme. Das heißt, das Bauwerk würde auf Kosten des Besitzers entfernt.

Aktuell zeigen sich an manchen Wegen noch kaum Veränderungen, wie sich am Freitag zeigte. Dort gibt es feste Bauten mit großen Zelten, in denen oftmals EU-Bürger wohnen, die aus Ungarn, Rumänien oder Polen zugereist sind.

Auch die Abwasserentsorgung wurde in den vergangenen Monaten kritisiert. Dieter Hahn vom Amt für Bodenschutz und Abfallentsorgung erklärte: „Wir sind da dran.“ Bislang hätten sich die Vorwürfe nicht bestätigt. Die Kläranlage sei soweit in Ordnung. Dennoch wolle man noch einmal eine Beprobung durchführen und sich die Anlagen genau anschauen.

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