Betreiber bieten Gastronomie an

Begegnung mit Bulgaren im „Waldschlösschen“ geplant

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Am „Waldschlösschen“ hängt eine Wildeshausen-Fahne. Die Betreiber begrüßen dort Gäste aller Nationalitäten, es ist aber auch ein bulgarisches Begegnungszentrum geplant.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Rund 1 100 Bulgaren leben zu großen Teilen dauerhaft in Wildeshausen. In der Region sind es gar mehr als 3 000 Menschen, die hier Fuß fassen wollen und dabei nicht nur auf sprachliche Probleme stoßen.

Vielfältige Hilfe möchte Ivan Aleksandrov mit seinem Team in der ehemaligen Wildeshauser Gaststätte „Waldschlösschen“ anbieten, die weiterhin diesen Namen tragen wird.

Vor wenigen Monaten haben Oliver Nicolai und Nils Luthardt die Immobilie erworben und seitdem einiges investiert. Seit dem 1. Mai ist das Gebäudeensemble an der Goldenstedter Straße nun an Aleksandrov verpachtet, der für den Betrieb die Montan-Unternehmensgesellschaft gegründet hat. Der 42-jährige Bulgare lebt seit rund neun Jahren in der Wittekindstadt und begann – wie so viele Landsleute – als Arbeiter bei der Firma „Geestland“.

Wolfgang Sasse mit Ivan Aleksandrov, Sohn Angel Angelov sowie Köchin Dora Slavkova (v.l.) im neu gestalteten Schulungsraum.

Seit wenigen Wochen ist in Wildeshausen ein Netzwerk im Entstehen, das helfen soll, die Begegnungsstätte mit Leben zu erfüllen und dort gelungene Integrationsarbeit zu leisten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist Wolfgang Sasse, der nicht nur als CDU-Ratsherr den regelmäßigen Kontakt zu den geflügelverabeitenden Betrieben sucht, sondern auch als VfL Wittekind-Vorsitzender das Programm „Integration durch Bildung und Sport“ initiiert hat. 

„Wir haben hier eine ganz andere Problematik als bei der Flüchtlingsarbeit, die im Übrigen in Wildeshausen sehr gut läuft“, so Sasse. In einigen Gesprächen mit Bulgaren sei ihm verdeutlicht worden, dass viele der Zugezogenen nur wenig Kontakt in die deutsche Gesellschaft haben und kaum wissen, wer ihnen wo hilft. 

„Deshalb habe ich viel Wert darauf gelegt, dass hier auch ein Schulungsraum eingerichtet wird“, so Sasse. Geplant seien dort unter anderem Deutsch- und Fahrschulunterricht, Rechts- und Steuerhilfe sowie im Saal die Ausübung des Glaubens. Schon bald kann vor Ort ein christlich-orthodoxer Gottesdienst gefeiert werden.

Das „Waldschlösschen“ soll von allen Interessierten für Feste und Treffen gemietet werden können. Nutzbar sind Schulungsraum und/oder Gaststätte und/oder Gartenbereich für größere Gesellschaften. Die offizielle Eröffnung ist am Himmelfahrtstag ab 11.30 Uhr mit einem Grillbüfett geplant. 

Die weiteren Angebote sollen in den kommenden Monaten ausgestaltet werden. Dafür werden Kooperationspartner gesucht oder sind bereits mit im Boot. „Deutsche und Bulgaren müssen voneinander lernen“, sagt Sasse. Und es gibt auch einiges auszuprobieren: Im Restaurant werden bulgarische Köstlichkeiten angeboten.

dr

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