Tüftler landet großen Coup 

„Beer-Buddy“ von Jörg Blin ist ab Montag das „Highlight“ bei Aldi

Die „Beer-Buddy“-Zapfanlage ist in Kürze bei Aldi Nord und wenig später bei Aldi Süd im Angebot. Der Erfinder dieses Produkts, Jörg Blin, lebt in Wildeshausen. Der Tüftler ist derzeit absolut auf Erfolgskurs, berichtet er.

Wildeshausen – Das passiert nicht häufig: Die Erfindung eines Wildeshausers wird bundesweit als „Highlight der Woche“ in Verkaufsprospekten eines Discounters beworben. Jörg Blin erlebt das aber gerade, denn am Montag geht seine „Beer-Buddy“-Zapfanlage bei Aldi Nord in den Verkauf. In wenigen Wochen ist die Anlage dann auch bei Aldi Süd erhältlich. „Insgesamt rund 4 500 Filialen“, freut sich Blin über den größten Auftrag für seine Firma.

Lange Zeit war es eine geheime Kommandosache, dass der „Beer-Buddy“ bei Aldi für einen Sonderpreis verkauft wird. Blin ließ die Zapfanlage in Wildeshausen und Apen produzieren. Die genaue Stückzahl darf nicht genannt werden, aber da in einer Filiale wohl mindestens fünf Angebotsexemplare stehen werden, dürfte die Zahl der Buddys bei deutlich über 20.000 Stück liegen. „Wir sind sehr zufrieden“, so Blin, der die Anlage Ende 2017 erfunden hatte. 

Bald bundesweit bekannt: Jörg Blin mit seiner Erfindung „Beer-Buddy“, die als „Highlight der Woche“ bei Aldi angeboten wird.

Zuvor war er bereits überregional in Erscheinung getreten, weil er mit „Bottoms Up Beer“ alleiniger Vertriebspartner des amerikanischen Erfinders in Deutschland ist. 2015 hatte Blin seine Geschäftsidee in der Vox-Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt. Er bot allerdings nur wenige Anteile für viel Geld, weil es ihm nach eigenen Angaben weniger darum ging, einen Investor zu finden, als sein Produkt bekannt zu machen. Seitdem stieg die Erfolgskurve für ihn steil an. Blin verkaufte sein Lokal, das Bremer Hofbräuhaus, um sich ganz „Bottoms Up“ zu widmen und weiterzutüfteln.

Beer-Buddy-Erfinder: „Wir sind auf Aldi zugegangen“

Mittlerweile stehen die Zapfanlagen, bei denen das Bier sehr schnell und effektiv von unten nach oben ins Glas befördert wird, in Tausenden gastronomischen Einrichtungen in Deutschland. Als Weiterentwicklung erfand Blin zudem den „Beer-Buddy“, einen praktischen Kasten für das gekühlte Fünf-Liter-Partyfässchen samt „Bottoms-Up-Zapfanlage“ für unterwegs, der keinen Strom für den Einsatz benötigt.

„Wir sind auf Aldi zugegangen“, erzählt Blin über seinen neuesten Coup. Sein Mitarbeiter Björn Rastedt habe den Kontakt geknüpft, und dann seien sie am 11. Dezember in die Konzernzentrale nach Essen gefahren. „Die hatten großes Interesse“, freut sich Blin.

Begleitend zur Fußball-EM geplant

Geplant war, dass die Anlage im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft mit Aufklebern auf den Markt kommt. Die Großveranstaltung wurde bekanntlich wegen der Corona-Pandemie verschoben. „Die Fußball-Aufkleber sind dennoch dabei. Die konnten wir so schnell nicht wieder rausnehmen“, erzählt Blin.

Derzeit sucht der Geschäftsmann nach einer Produktionsstätte in Wildeshausen. „Ich hatte schon Kontakt zur Stadtverwaltung“, berichtet er. Ziel sei es, eine Fläche zu kaufen und dort eine Halle zu errichten.

Bald Produktion in Wildeshausen?

„Der nächste Großauftrag soll nach Möglichkeit dort erledigt werden“, so Blin. Neben dem Bier-Buddy will der 50-Jährige schon bald seine neueste Erfindung in der Kreisstadt produzieren. Es handelt sich um den „Wheel-Guard“, die nach Blins Angaben weltweit erste und einzige intelligente Radmutter/Radschraube für Fahrzeuge (wir berichteten). Die dazugehörige App zeigt das Lösen von Radbefestigungen in Echtzeit an und beugt damit vor Diebstahl und Unfällen durch einen Radverlust vor. Die Entwicklung ist fast serienreif. „Wir sind aber durch Corona ein wenig aufgehalten worden“, so Blin, der bereits in Gesprächen mit namhaften Autoherstellern ist. Vielleicht kommt also schon bald das nächste Erfolgsmodell aus der Kreisstadt an der Hunte.

Rubriklistenbild: © dr

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