Bebauungsplan soll geändert werden/ Grüne und UWG kritisieren Projekt

Bald Seniorenpflege an der Hunte

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An der Hunte soll eine Seniorenpflegeeinrichtung entstehen.

Wildeshausen - Über die geplante Seniorenpflegeeinrichtung an der Straße „Im Hagen“ gibt es kontroverse Ansichten in der Wildeshauser Politik. Während die UWG von „städtebaulichem Unfug“ (Heiner Spille) und die Grünen von „problematischem Bau im Überschwemmungsgebiet“ (Traute Sandkuhl) sprechen, sieht die CDU die „Beseitigung eines Schandflecks“ (Wolfgang Sasse), und SPD sowie FDP glauben an „eine gute Lösung“ (Walter Panschar und Helmut Müller).

Es geht um ein Gewerbegrundstück in unmittelbarer Nähe der Hunte, das im Überschwemmungsgebiet liegt. Der Landkreis Oldenburg hat jedoch eine Ausnahmegenehmigung nach dem Wasserhaushaltsgesetz zur Realisierung des Projektes in Aussicht gestellt. Das aber auch nur, weil genügend Ausgleichflächen ausgewiesen werden. Die Seniorenanlage wird nach Einschätzung von Planer Eckhart Mumm 3000 Kubikmeter Überschwemmungsfläche nehmen, die neben dem geplanten Grundstück für das Tierheim bei der Kläranlage neu geschaffen werden. Zudem wird die Anlage auf einem aufgeschütteten Grundstück stehen.

„Ich lehne es ab, wenn wir permanent in Überschwemmungsgebieten bauen“, erklärte Sandkuhl. „Es gibt andere Standorte, die sich eignen.“

Mumm hielt den Platz hingegen im Rahmen der Bauausschusssitzung wegen der Nähe zur Innenstadt für optimal. Zudem sei auf dem Areal ohnehin eine Bebauung mit Gewerbe möglich.

Heiner Spille warnte vor Überschwemmungen und sah große verkehrliche Probleme, weil Kindergarten und Grundschule in der Nähe liegen.

CDU und SPD reagierten jedoch gereizt auf die Kritik. „Es kann nicht sein, dass der jetzige Zustand erstrebenswerter sein soll als die neue Planung“, erklärte Panschar. „Städtebaulich macht das Sinn. Alle Bedenken wurden bereits von der Verwaltung geklärt“, betonte Sasse. Zudem könne es nicht angehen, dass man einem Investor erst Hoffnungen mache und ihn zu kostspieligen Planungen ermuntere, um dann doch alles abzulehnen. Der Investor sei der Politik schon deutlich entgegen gekommen. Nun müsse er das Signal bekommen, bauen zu dürfen. Der Entwurf für die B-Planänderung soll bald ausgelegt werden.

dr

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