Geschosswohnungsbau am Hafer- und Kornweg eingeschränkt

Bebauungsplan in Wildeshausen soll geändert werden: Investor fürchtet um seine Perspektiven

Am Kornweg möchte der Investor weiteren Wohnraum schaffen: Nach dem Willen der Politik sollen jedoch maximal zwei Wohneinheiten je Haus beziehungsweise Doppelhaushälfte erlaubt sein.
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Am Kornweg möchte der Investor weiteren Wohnraum schaffen: Nach dem Willen der Politik sollen jedoch maximal zwei Wohneinheiten je Haus beziehungsweise Doppelhaushälfte erlaubt sein.

Eine Bürgerinitiative hat dafür gesorgt, dass in einem Bereich Wildeshausens keine „Wohnklötze“ gebaut werden. Ein Investor fürchtet nun um seine Perspektiven.

Im Bereich Haferweg, Bargloyer Straße und Kornweg in Wildeshausen sollen künftig maximal zwei Wohneinheiten pro Einzelhaus beziehungsweise Doppelhaushälfte erlaubt sein. So sieht es eine Änderung des Bebauungsplans 4.3 vor, die der Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend genau wie der Bauausschuss am Mittwochabend empfohlen hat. Der Rat hat am 14.

Oktober das letzte Wort. Mit der Beschlussfassung reagiert die Politik auf die Beschwerde einer Bürgerinitiative, die sich gegen die Errichtung von Sechs-Parteienhäusern in dem durch Einfamilienhäuser geprägten Wohngebiet ausspricht.

Einwendung gegen Änderung des Bebauungsplans

Unter den Einwendern gegen die Änderung befindet sich auch ein Investor, der sich in seinen Möglichkeiten eingeschränkt sieht. Über einen Anwalt teilte er der Stadt mit, er habe am Haferweg bereits ein Mehrparteienhaus mit sechs Wohneinheiten errichtet und würde dies gerne auch auf zwei weiteren Flurstücken (Flur 42, 10/13 und 10/11) im rückwärtigen Bereich zum Kornweg hin tun. Dort stehen zurzeit ein Wohnhaus und eine Tischlerei. „Mit der Änderung würde die Möglichkeit entfallen, weitere Sechs-Parteienhäuser zu errichten“, befürchtet der Investor. Er habe aber im Jahr 2017 eine Halle mit Grundstück erworben, um notwendigen und bezahlbaren Wohnraum im Geschosswohnungsbau zu erstellen. Der damalige B-Plan habe dies zugelassen und sei ausschlaggebend für den Erwerb der Grundstücke gewesen.

Der Investor ist der Auffassung, dass die Stadt bezahlbaren Wohnraum benötigt und so der Flächenverbrauch auch reduziert wird. Vorteil wäre auch, dass die bisherige gewerbliche Nutzung nunmehr gebietsverträglicher in Wohnen umgemünzt werden würde.

Kommune kann Bebauungsplan ändern

Die Verwaltung hält allerdings dagegen. Ein Geschosswohnungsbau mit sechs Wohneinheiten in der rückwärtigen Lage würde dem Ziel des Nachbarschutzes nicht gerecht. Genauer: Die „empfindlichen ruhigen Gartenbereiche der angrenzenden Grundstücke“ würden stark beeinträchtigt. Außerdem würde ein Geschosswohnungsbau mit sechs Wohneinheiten am Kornweg aus Verwaltungssicht eine zu hohe Dichte aufweisen, da bislang keine Mehrfamilienhäuser an der Straße vorhanden seien. „Im Allgemeinen kann eine Kommune einen Bebauungsplan ändern, wenn sie die Notwendigkeit dazu erkennt. Dies ist hier der Fall“, heißt es.

Die Politik hat sich bis jetzt mehrheitlich der Meinung der Verwaltung angeschlossen. Im Zuge eines „Konzeptes zur Steuerung einer verträglichen Nachverdichtung“ sollen Investoren aber Möglichkeiten aufgezeigt werden, weitere Objekte zu entwickeln – nur eben nicht am Hafer- und Kornweg.

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