Fraktionen sprechen sich dagegen aus

Bebauungsplan-Änderung für Brauereiweg unwahrscheinlich

Soll abgerissen werden: das Einfamilienhaus am Brauereiweg.
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Soll abgerissen werden: das Einfamilienhaus am Brauereiweg.

Wildeshausen – Die Pläne eines Investors, am Brauereiweg in Wildeshausen ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten zu errichten, dürften im Stadtrat wohl keine Mehrheit bekommen. Dafür wäre eine Änderung des Bebauungsplanes nötig, und es zeichnet sich ab, dass die Politik diesen Weg nicht mitgeht. Sprecher mehrerer Fraktionen erklärten am Donnerstagabend im Bauausschuss, dass sie den Bebauungsplan derzeit nicht antasten wollen. Mit einem modifizierten Antrag des Bauherrn, auf dem Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten zu bauen, das den derzeit gültigen Regeln entspricht, könne nach Angaben von Björn Schmidt von der Anwohnerinitative die Nachbarschaft leben – auch wenn keine Begeisterung über den Bau herrsche. „Wir streben keine Änderung des Bebauungsplanes an“, bekräftigte Schmidt, der die Fraktionen um Stellungnahme zu dem Projekt bat.

Rainer Kolloge (UWG) fand deutliche Worte: „Wir werden die ursprünglich beantragte Bebauung in keinem Fall mittragen und streben an, auch in anderen Baugebieten dafür zu sorgen, dass das so bleibt.“ Er kritisierte, dass ein Ratsherr den Anwohnern suggerieren wolle, sie hätten nur die Wahl zwischen dem „Karton“ oder einem „unattraktiven Bau“. „Dieses Vorgehen finde ich unmöglich“, sagte Kolloge, ohne den Namen des Ratsherrn zu nennen.

„Müssen mit solchen Plänen sensibel umgehen“

Wolfgang Sasse (CDU) erklärte, dass es für seine Fraktion derzeit keinen Änderungsgrund für den Bebauungsplan gebe. „Wir müssen mit solchen Plänen sensibel umgehen“, sagte er. Auch Bernhard Block (CDW) signalisierte, dass seine Fraktion nicht an einer Änderung interessiert sei – schon gar nicht gegen das Ansinnen der Anwohner. „Wir sind gegen diese Klötze, von denen aus einem plötzlich von oben zehn Leute auf die Terrasse blicken“, erklärte Marko Bahr (FDP), und der fraktionslose Karl Schulze Temming-Hanhoff verwies darauf, dass es für das Bauprojekt gar keine gesetzliche Erschließung gibt. „Die Baufahrzeuge kommen nicht über den Brauereiweg zum Grundstück“, sagte er. Stephan Dieckmann (SPD) konnte noch kein abschließendes Statement geben. Man habe für Montag ein Gespräch mit den Anwohnern vereinbart. Es gebe aber die Einstellung in der Fraktion, sich nicht gegen eine Mehrheit der Nachbarschaft zu entscheiden, hieß es.  dr

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