Lena Gercke versteht Probleme nicht

„Beacher“ aus Colnrade verpasst Finale in Fernsehshow

In sommerlichem Outfit demonstrieren Dirk Kramer und Mariola Wickert, wie der „Beacher“ aufgebaut wird. Die Jury, rechts Joko Winterscheidt, entschied sich aber für eine andere Erfindung.

Colnrade - Er hätte im Fernsehen das „Ding des Jahres“ werden können. Doch der „Beacher“ von Mariola Wickert und Dirk Kramer aus Colnrade schaffte es in der am Sonnabend auf Pro 7 ausgestrahlten Aufzeichnung nicht ins Finale.

Das aber wurde bereits bei der Präsentation klar. Denn die Mitbewerber, gegen die die heimischen Erfinder antreten mussten, hatten nachhaltige und wasserdichte Teller aus Blättern im Programm, die tatsächlich im Finale am Sonnabend, 10. März, das „Ding des Jahres“ werden könnten, weil sie die Müllflut weltweit eindämmen könnten.

Dagegen sagte Jurymitglied und Model Lena Gercke nach der Präsentation des „Beacher“: „Ich kann damit nicht so viel anfangen. Mir scheint, als hätten Sie am Strand wahnsinnig viele Probleme. Diese Probleme hatte ich aber noch nie.“

Gegen den Sandflug am Strand

Dirk Kramer hatte versucht, in sommerlicher Kleidung in Strandkulisse zu demonstrieren, dass der „Beacher“ nicht nur das Badelaken auf dem Boden hält, sondern auch Sandflug abwehrt, als Fahnenstange und Sonnenbrillenhalter sowie als Diebstahlsschutz geeignet ist. „So lösen wir fünf Probleme mit einem Produkt.“ 

Im eingespielten Film berichtete er, dass er mit dem „Beacher“ voll durchstarten möchte. Deshalb habe er sogar 50.000 Euro von seiner Altersvorsorge in die Entwicklung investiert. „Ist doch geil, oder?“, versuchte Kramer nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum von der einfachen Handhabung zu überzeugen.

Joko Winterscheidt: „Ich würde euch adoptieren“

Doch Jurymitglied und Comedian Joko Winterscheidt ließ sich nur dazu hinreißen, festzustellen, dass er es sehr „süß“ findet, dass die eigene Ehefrau als Model dient. „Ich würde euch adoptieren“, sagte er lächelnd. Zudem finde er es verrückt, dass sich Erfinder am Strand ernsthaft Gedanken machen, wie sich Sandflug abhalten lässt. Ihm wäre das in dieser Situation niemals eingefallen, so Winterscheidt.

Jury-Mitglied und Rewe-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog fand den „Beacher“ sehr individuell. Die Idee sei super, aber der andere Bewerber um das „Ding des Jahres“ einfach besser.

Das Ergebnis fiel nahezu einstimmig aus. Sowohl die komplette Jury als auch 79 Prozent der Zuschauer entschieden sich für das nachhaltige Geschirr aus Blättern, das innerhalb eines Monats kompostiert werden kann. Der „Beacher“ aus Kunststoff, so Kramer, „hält Jahre“. Immerhin. Seine Garage ist voll mit der Ware, und wenn er trotz der TV-Niederlage viele Zuschauer überzeugt hat, dürfte er bis zum Sommer viele Exemplare davon verkaufen.

dr

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