BBS-Schüler bauen in der Widukind-Halle

Boxen sollen mehr Intimsphäre schaffen

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Christoph Harms (17), Niclas Deeken (17) und Golo Hildach (18) arbeiten an den Boxen für Flüchtlinge.

Wildeshausen - In der Widukind-Halle surrt ein Akkuschrauber, Schüler rufen sich Anweisungen zu, einer sägt mit einem Fuchsschwanz ein Brett durch: Angehende Maurer und Zimmerleute der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen bauen Boxen aus Holz und Spanplatten – teilweise mit Hilfe der Flüchtlinge. 30 Stück sollen es werden, viele stehen schon. In den 20 und 24 Quadratmeter großen Einheiten sollen die Asylbewerber in Zukunft in Etagenbetten schlafen.

BBS-Lehrer Axel Möhl berichtet, die Malteser hätten die Idee zu dem Umbau gehabt. Die Boxen „schaffen ein bisschen Intimsphäre“, hofft er. Er sei stolz auf die Schüler, die so bereitwillig mitmachen. Und tatsächlich sind die neun Jugendlichen eifrig bei der Sache.

„Wir wollen uns einsetzen, es macht aber auch Spaß“, meinte Golo Hildach (18) aus Harpstedt. Neben ihm steht Christoph Harms (17) aus Colnrade und ergänzt: „Der Anfang war etwas schwierig, aber jetzt läuft‘s.“ Die jungen Handwerker bringen ein Lattengerüst auf dem Boden an, auf dem sie dann die Spanplatten montieren. Der Boden müsste bei der geplanten Sanierung der Halle so oder so ausgetauscht werden, deswegen ist es egal, ob er leidet.

Golo und Christoph haben genug geredet, die Arbeit ruft. Schließlich sollen alle Boxen Anfang kommender Woche fertig sein. Und wieder surrt der Akkuschrauber.

bor

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