Fortbildung soll zu mehr Unterricht führen

BBS-Lehrer stärken ihre Gesundheit

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Hoch und runter: Unter der Anleitung von Torsten Iversen (rechts) stärkten die Lehrer ihre Armmuskeln. 

Wildeshausen - Die Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen blieben am Donnerstag zu Hause oder arbeiteten in ihren Betrieben. An der Deekenstraße drückten stattdessen etwa 130 Lehrer die Schulbank bei einem Gesundheitstag. Sie nahmen über den Tag verteilt an zwei zweistündigen oder einer vierstündigen Fortbildung bei.

Während dieser Workshops lernten die Pädagogen unter anderem, wie sie ihre Stimme schonen, ihren Rücken stärken oder den Umgang mit Stress verbessern können. Auch wenn für diese Aktion der Unterricht eines Tages wegfällt, geht Direktor Gerhard Albers davon aus, dass langfristig das Gegenteil eintritt: „Unterm Strich kommt mehr Unterricht dabei heraus, weil die Lehrer länger gesund sind“, sagte er zwischen zwei Workshops. Wenn ein Kollege mit Rückenschmerzen zum Beispiel mehr für die Prävention tue oder seine Stimme besser pflege, gäbe es weniger Ausfälle wegen Krankheiten.

Weil an den BBS zu viele Stunden wegfallen, steht die Landesregierung seit einiger Zeit in der Kritik. Die Unterrichtsversorgung lag im vergangenen Jahr bei nur 83 Prozent. Dieses Jahr werde sie leicht steigen, auf etwa 85 Prozent, meinte Albers.

Nun könnte man einwenden, dass der Gesundheitstag auch in der unterrichtsfreien Zeit hätte stattfinden können. Doch das lehnt Albers ab. „Wir haben zu wenig Lehrer für den Unterricht. Das heißt, die Lehrer sind stärker belastet – auch in der unterrichtsfreien Zeit“, sagte er mit Blick auf die Vorbereitung von Schulstunden und organisatorischen Aspekte.

Ergebnisdiskussion im Anschluss

Im Anschluss an die Übungen diskutierten die Teilnehmer in kleinen Gruppen und ihren Abteilungen die Ergebnisse. So sollten die am Vormittag gewonnen Impulse verfestigt und ausgetauscht werden.

Die Ganztagsveranstaltung ist eine Premiere für die BBS. Zuvor hatte es zwei Halbtagsfortbildungen pro Jahr gegeben. Zum Beispiel zu modernen Medien und allgemeinen pädagogischen Inhalten. Von der Veränderung erhofft sich Lehrerin Sabine Arnold, deren Ausschuss für Schulleben und Gewaltprävention den Gesundheitstag geplant hatte, viele Anstöße und Anregungen für ihre Kollegen. Es geht ihr um mehr Nachhaltigkeit in der Fortbildung der Pädagogen. 

bor

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