Derzeit gibt es keine Bauplätze

160 Bauwillige auf der Liste der Stadt

+
Die Bauplätze südlich des Bargloyer Weges sind nach Angaben der Stadtverwaltung komplett verkauft. 

Wildeshausen - Der Druck auf die Stadt Wildeshausen ist riesig, was die Nachfrage von Bauwilligen betrifft. Nach Aussage von Bauamtsleiter Michael Müller liegen der Verwaltung rund 160 Bewerbungen vor. „Die Leute würden uns die Grundstücke aus den Händen reißen“, berichtete Müller im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Dienstagabend. Wildeshausen könne aber derzeit eigentlich keine Flächen anbieten.

Das hatten sich die Politiker und Baufachleute in der Verwaltung im vergangenen Jahr noch ganz anders vorgestellt. Damals waren alle Beteiligten sehr zuversichtlich, innerhalb kürzester Zeit die Verhandlungen mit einem Landwirt am Bargloyer Weg abschließen zu können, um dann weitere Grundstücke südlich des Bargloyer Weges zu erschließen. Dem Vernehmen nach wurde sogar schon ein Planer beauftragt, ohne dass die Stadt im Besitz der Flächen war.

Am 27. Oktober hatte der Rat dann ein Eckpunktepapier für den Grunderwerb beschlossen. „Zu Beginn dieses Jahres wurde die vermeintliche Einigung zu den Eckpunkten vom Landwirt aber widerrufen und neue Ideen entwickelt, die wiederum weitere Begutachtungen erfordern“, hieß es nun in der Vorlage für den Ausschuss. Die Realisierung des Grunderwerbs und eine anschließende Erschließung neuer Bauflächen dürfte deutlich verzögert werden.

50 bis 60 Bauplätze südlich des Bargloyer Weges vorgesehen

Da aber dringend neue Bauplätze her müssen, sollen nun alternative Flächen geprüft werden. Oberste Priorität hat der Bebauungsplan nördlich des Bargloyer Weges, der bereits vor sieben Jahren auf den Weg gebracht, dann aber zurückgestellt wurde, weil zunächst die Flächen südlich des Bargloyer Weges erschlossen werden sollten. Es sind dort 50 bis 60 Bauplätze vorgesehen. Die Erschließung kann nach einen Ratsbeschluss jederzeit in Auftrag gegeben werden, weil die Flächen der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft der Stadt gehören.

Denkbar ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung aber auch die Umplanung von möglichen Potenzialflächen innerhalb der Stadt, die nicht mehr für den originären Zweck benötigt werden. Im Blickfeld ist beispielsweise die Friedhofserweiterungsfläche am Lehmkuhlenweg. „Das sind aber nicht gerade optimale Bauflächen“, erklärte Rainer Kolloge (UWG). Die Nähe zur Raiffeisen-Warengenossenschaft und einem erweiterungswilligen Geflügelschlachter seien sicherlich problematisch. Einer Prüfung dieser Flächen und weiterer Areale wollte sich aber kein Ausschussmitglied verschließen. Der Auftrag an die Stadtverwaltung wurde empfohlen und wird abschließend im Rat behandelt.

 dr

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

„Tag der offenen Tür“ bei Radio Bremen 

„Tag der offenen Tür“ bei Radio Bremen 

Zehntausende marschieren gegen Hass - Lob von Trump

Zehntausende marschieren gegen Hass - Lob von Trump

Zeig mir dein Auto und ich sag dir wer du bist

Zeig mir dein Auto und ich sag dir wer du bist

Wiederverwertung: Aus Plastikflaschen werden Stiefelspanner

Wiederverwertung: Aus Plastikflaschen werden Stiefelspanner

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Kommentare