Krankenhaus Johanneum muss sich mit der Erweiterung gedulden

Der Baustart hängt am Brandschutz

Neuer Platz für die Sauerstofftanks: Sie standen dem Erweiterungsbau des Krankenhauses im Wege.
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Neuer Platz für die Sauerstofftanks: Sie standen dem Erweiterungsbau des Krankenhauses im Wege.

Wildeshausen – Das wohl derzeit größte geplante Bauvorhaben in der Stadt Wildeshausen verzögert sich gegenüber den bisherigen Planungen. Der Umbau und die Erweiterung des Krankenhauses Johanneum dürfte wohl erst im nächsten Jahr richtig losgehen.

Geplant war der Baustart schon in diesem Herbst. Bevor die Stiftung die Ausschreibung der Arbeiten vornimmt, benötigt sie allerdings zunächst die brandschutzrechtliche Genehmigung für den ersten Bauabschnitt.

„Wir befinden uns in der finalen Abstimmung, was die Erweiterung des Bettenhauses Ost betrifft“, bestätigt der Leiter des Bauordnungsamtes des Landkreises Oldenburg, Peter Nieslony. Die Vorgaben seien gerade bei einem Krankenhaus sehr komplex. „Das muss sorgfältig bearbeitet werden“, so der Experte.

Bauvorbereitende Maßnahmen sind abgeschlossen

Laut Angaben des Johanneums sind die umfangreichen bauvorbereitenden Maßnahmen für den Start der ersten Bauphase bereits im Sommer abgeschlossen worden. „Hierzu gehören unter anderem die Umlegung der Versorgungsleitungen, zu denen zum Beispiel als sichtbares Element die Neu-Installation des Sauerstofftanks auf dem Krankenhausparkplatz an der Deekenstraße zählt, sowie Kanal- und Anschlussarbeiten im Innenhof des Krankenhauses“, berichtet Ulrike Berg, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Johanneums. „Die Ausschreibungsunterlagen des ersten Bauabschnitts sind erstellt. Unmittelbar nach Erhalt der Baugenehmigung erfolgt die Ausschreibung.“

Als nächster sichtbarer Schritt beginnen am Bettenhaus-Ost (Parkplatz Deekenstraße) die Abrissarbeiten. Im Erdgeschoss sind die Erweiterung der Gynäkologie sowie der Geburtshilfe mit einer Anbindung an die Belegabteilungen geplant. Im ersten Obergeschoss entsteht die Geriatrie mit 25 Betten, das zweite Obergeschoss dient als Erweiterungsfläche für die Pflege.

Das gesamt Projekt kostet 37,8 Millionen Euro

Das gesamte Bauprojekt zur Erweiterung und Umstrukturierung des einzigen Allgemeinkrankenhauses im Landkreis Oldenburg umfasst drei Baustufen mit einem Gesamtkostenvolumen von 37,8 Millionen Euro. Es dient der Sicherung des Krankenhausstandortes Wildeshausen und damit der zukünftigen wohnortnahen Patientenversorgung.

In der zweiten Baustufe kommt es im Unter- sowie Erdgeschoss zur Erweiterung und Anpassung der Notfallstrukturen. Im zweiten Obergeschoss (derzeit Station 5) ist eine neue Intensiv-Abteilung mit insgesamt 18 Betten geplant. Die dritte Baustufe sieht die Erweiterung des Zentral-Operationsbereiches um zwei weitere Säle, die Verlegung der zentralen Anlieferung sowie den Teilabriss des Altbaus Visbeker Straße und einen Neubau über drei Ebenen vor.

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