Stadt sieht keinen Konflikt mit Bebauungsplan

Baupläne am Elisabethweg

Baulücke am Elisabethweg: Hier soll ein neues Haus errichtet werden. Archivfoto: dr
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Baulücke am Elisabethweg: Hier soll ein neues Haus errichtet werden. Archivfoto: dr

Wildeshausen – Offenbar plant der Besitzer eines Grundstückes am Elisabethweg in Wildeshausen schon bald den Bau eines neuen Hauses. Dort war Ende des vergangenen Jahres ein Gebäude abgerissen worden, das zu den sogenannten „12 Aposteln“ – einer gewachsenen Siedlungsstruktur nach dem Zweiten Weltkrieg – gehörte. Gegen das geplante Vier-Parteienhaus regte sich jedoch massiver Widerstand in der Nachbarschaft.

Es wurden mehr als 100 Unterschriften gesammelt. Ratsherr Temming-Hanhoff (fraktionslos) versuchte, mit einem bis heute nicht von der Verwaltung zugelassenen Eilantrag eine Veränderungssperre zu erwirken.

Bislang, so die Stadtverwaltung, liegt noch kein Bauantrag vor. „Jedoch ist vom Eigentümer ein Bauvorhaben an dieser Stelle in Abstimmung mit der Verwaltung konkretisiert worden“, heißt es in einer Mitteilung von Bürgermeister Jens Kuraschinski. Das Vorhaben entspreche nach Auffassung der Verwaltung den Festsetzungen des geltenden Bebauungsplanes. Es habe zudem eine politische Beteiligung durch die Screening-Arbeitsgruppe stattgefunden. Man sehe dort aber städtebaulich keinen Handlungsbedarf, weil der Eigentümer die örtlichen Belange berücksichtigt habe. Zudem sei das Vorhaben den Vertretern der Ende des Jahres gegründeten Interessengemeinschaft vorgelegt und mit ihnen erörtert worden.

Siedlungscharakter soll erhalten bleiben

Die Anwohnerinitiative wollte mit ihrer Initiative erreichen, den Bebauungsplan so zu ändern, dass die vorgesehene Einzelhausnutzung auf zwei Wohneinheiten begrenzt wird (wir berichteten). Der B-Plan erlaubt zwar formal das geplante Projekt, aber der Plan dient auch dazu, dass „Siedlungscharakter und -struktur in den Grundzügen bewahrt werden“, wie den textlichen Festsetzungen zu entnehmen ist. Außerdem soll die Umsetzung grundsätzlich so erfolgen, „dass nachteilige Auswirkungen auf die persönlichen Lebensumstände der im Bebauungsplan-Gebiet wohnenden und arbeitenden Menschen nicht entstehen“. Die erwarten die Anwohner aber durchaus.

Den Nachbarn ist es nach eigenen Angaben ein Anliegen, die in Wildeshausen außergewöhnliche Architektonik der Straße langfristig zu sichern. „Für die Wohngebäude an der Ostseite des Elisabethwegs fordern wir, den siedlungshistorischen Baustil von 1959 bei Neubauten beziehungsweise Renovierungen zu erhalten“, so Anne Flenker von der Initiative.

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