Beginn der Arbeiten verzögert sich

Sanierung der BBS wesentlich teurer als geplant

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BBS Wildeshausen: Die Sanierung des Trakts A (rechts) bereitet Probleme.

Wildeshausen/Landkreis – Die Sanierung und der Umbau des Traktes A der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen (BBS) wird deutlich teurer als erwartet. Das geht aus den Unterlagen für den Schul- und Kulturausschuss des Landkreises hervor, der am Dienstag, 18. Juni, ab 14.30 Uhr öffentlich im Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen (Holler Weg 35 in Ganderkesee) tagt. Demnach steigen die Kosten um rund 50 Prozent. Doch damit nicht genug: Der Beginn der Maßnahme verzögere sich dann um mindestens ein viertel, möglicherweise sogar um fast ein dreiviertel Jahr, heißt es in der Vorlage.

Geplant sind die Innensanierung des Traktes A inklusive energetische Maßnahmen, eine Verbesserung des Brandschutzes sowie die Erneuerung der Elektro- und der Haustechnik. Zudem beinhaltet die aktuelle Planung die Aufnahme des Kreismedienzentrums, das aktuell im Untergeschoss der Musikschule des Landkreises Oldenburg untergebracht ist.

Die Ausgangsschätzung aus den Jahren 2013/2014 ging von 4,225 Millionen Euro aus. Neue Berechnungen, basierend „auf aktuellen Grundlagen und zu den derzeit geltenden Standards vorgenommen“ ergeben hingegen eine Bruttosumme von 6,341 Millionen Euro. Diese „erhebliche“ Differenz mache eine erneute Beratung im Schul- und Kulturausschuss vor Veröffentlichung erster Ausschreibungen erforderlich, führt der Landkreis aus.

Als Begründung für diesen Anstieg nennt die Verwaltung eine Baupreisentwicklung von 16,55 Prozent. Hinzu komme, dass die Kosten für die Fachplaner (490.000 Euro) seinerzeit nicht berücksichtigt worden sind. Zudem spielten im Jahre 2014 „dezentrale Lüftungsgeräte für Klassenräume im Zuge von Sanierungen noch keine Rolle“, heißt es weiter. Diese können „aus heutiger Sicht nicht mehr außer Acht gelassen werden“ – sie schlagen noch einmal mit einer halben Million Euro zu Buche. Die verbleibende Differenz von 420.000 Euro ergebe sich aus der Berücksichtigung der aktuellen Leistungsverzeichnisse aller beteiligter Gewerke.

„Durch die angesichts der erheblichen Kostensteigerung erforderliche, erneute Beratung über die Maßnahme ist ein Baustart in den Sommerferien 2019 nicht mehr möglich“, resümiert der Landkreis. Der Umfang der Gewerke erfordere darüber hinaus eine öffentliche Ausschreibung der Leistungen mit entsprechenden zeitraubenden Ausschreibungsverfahren. Ein möglicher Baustart sei daher erst zu den Herbstferien oder aber zum Schulhalbjahreswechsel im Februar 2020 zu erwarten.

Doch schlägt die Verwaltung auch Einsparungen in Höhe von rund 400.000 Euro für möglich. Ein weiterer, von der Schule beantragter Fahrstuhl, der mit zusätzlichen 250.000 Euro zu Buche schlüge, solle „noch nicht“ berücksichtigt werden.

Die mit dem Projekt zusammenhängende Sanierung der Widukindhalle (Sporthalle) ergebe nach dem gleichen Schlüssel nun ein Investitionsvolumen von 1,98 Millionen Euro, die Schätzung zuvor lag bei 1,42 Millionen Euro. Um noch in den Genuss einer Förderung durch das Land in Höhe von bis zu 400.000 Euro zu kommen, sollte dieser Baubeginn möglichst nicht verzögert werden. Die Verwaltung beabsichtigte daher, den gegenwärtig für 2022 vorgesehen Austausch der zentralen Lüftungsanlage auf 2023 und in der Folge die Sanierung des Traktes G (St.-Peter-Straße in Wildeshausen) auf 2024 zu verschieben, heißt es.

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