Wer bauen möchte, muss mehr zahlen

Bauflächen in Wildeshausen kleiner, dafür aber teurer

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Druckfrisch: Die Zahlen für den Grundstücksmarkt liegen vor und sind bald im Internet abrufbar.

Wildeshausen - Die Zahl der verkauften Baugrundstücke ist im Landkreis Oldenburg im vergangenen Jahr gestiegen. Die Flächen waren im Schnitt kleiner, dennoch mussten die Käufer mehr zahlen, weil die Baulandpreise weiter steigen. Das ergibt die Auswertung der Verkaufsdaten durch den Gutachterausschuss für Grundstückswerte Oldenburg-Cloppenburg (GAG), der am Mittwoch das aktuelle Zahlenwerk vorlegte.

„Der Grundstücksmarktbericht ist das Ergebnis der Auswertung notariell beglaubigter Kaufverträge“, so Holger Seifert, Vorsitzender des GAG bei der Vorstellung der Bauland- sowie der Acker- und Grünlandflächenpreise. Im Landkreis Oldenburg sei die Anzahl der veräußerten Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau im vergangenen Jahr von 232 auf 283 gestiegen. Das mittlere Baugrundstück sei bei einer Größe von 775 Quadratmetern zu 130 Euro pro Quadratmeter verkauft worden. Im Vorjahr kostete der Quadratmeter durchschnittlich 79 Euro bei einer verkauften Fläche von 850 Quadratmetern. In der Stadt Wildeshausen wurden für einen Bauplatz mittlerer Größe (660 Quadratmeter) durchschnittlich 130 Euro pro Quadratmeter gezahlt (Vorjahr: 105 Euro bei 860 Quadratmetern). 57 Flächen wechselten den Besitzer, das waren 34 mehr als im Jahr davor.

In der Gemeinde Dötlingen zahlten Käufer im vergangenen Jahr für einen Bauplatz mittlerer Größe (780 Quadratmeter) durchschnittlich 81 Euro pro Quadratmeter. Die Zahl der Kaufverträge lag mit 22 knapp unter dem Vorjahr mit 24. In der Samtgemeinde Harpstedt wurden kaum Grundstücke verkauft. Die Gutachter führen lediglich drei Vertragsabschlüsse auf.

Rolf Rösler, stellvertretender Vorsitzender des GAG, und Christine Stubbemann aus der GAG-Geschäftsstelle legten zusammen mit Seifert dar, dass die Anzahl der Kauffälle für Ein- und Zweifamilienhäuser (alle Baujahre) mit 657 gegenüber 606 im Vorjahr gestiegen ist. Der mittlere Kaufpreis liegt derzeit bei 240.000 Euro gegenüber 215.000 Euro im Vorjahr.

Interessant für Bau- und Kaufwillige ist die Übersicht über die Bodenwerte für Baugrundstücke in der Region. In Wildeshausen ist eine deutliche Steigerung festzustellen. Gaben die Gutachter vor einem Jahr eine Spanne von 120 bis 135 Euro pro Quadratmeter an, lag sie jetzt zwischen 135 und 160 Euro. „Dabei sind beispielsweise Spitzenwerte im Spascher Sand Ressort oder am Fillerberg nicht berücksichtigt“, so Rösler angesichts zum Teil deutlich höherer Forderungen in besonderen Stadtteilen. Die Spanne in der Gemeinde Dötlingen ist mit 70 bis 80 Euro pro Quadratmeter nur unwesentlich gestiegen.

Im Landkreis Oldenburg sind im Berichtsjahr 158 land- und forstwirtschaftliche Grundstücke veräußert worden. Im Vorjahr waren es 220. Die mittleren Kaufpreise für Ackerland liegen zwischen fünf und sechs Euro pro Quadratmeter. In der Spitze wurden im Landkreis bis zu neun Euro gezahlt. Das ist im Vergleich zu den Nachbarlandkreisen sogar günstig. So wurden in Vechta und Cloppenburg Preise bis zu 15 Euro veranschlagt. 

dr

Hintergrund

Der Grundstücksmarktbericht und der Immobilienkalkulator sind ab Ende Februar im Internet unter www.gag.niedersachsen.de einsehbar.

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