Zahlungen für Ausgleichsflächen steigen im Landkreis Oldenburg

Bauen wird teurer

Zu Ausgleichsmaßnahmen gehört beispielsweise die Renaturierung eines Gewässerlaufs wie hier in Simmerhausen. - Foto: Kreis/Kricke

Landkreis - Wegen allgemein gestiegener Bodenpreise erhöht der Landkreis Oldenburg den Preis für Ökopunkte, die Bauherren erwerben müssen, um Eingriffe in die Landschaft zu kompensieren. Ein Punkt kostet ab dem 1. August 4,50 statt 3,50 Euro, teilte der Landkreis mit.

Die Ersatzzahlung ist zu leisten, wenn Entsiegelungen, Anpflanzungen, Grünlandextensivierungen oder andere Biotopentwicklungsmaßnahmen nicht möglich sind, weil es an der entsprechenden Fläche fehlt. Als Beispiele für Fälle, in denen ein Ausgleich nötig ist, nennt der Landkreis Wohngebiete, Stallbauten, Windkraftanlagen und Wegeausbau. Die seien aber „nur einige Projekte, die das Aussehen und die Ausstattung unserer Landschaft verändern“.

Das Ersatzgeld verwendet die Untere Naturschutzbehörde zur Aufwertung von Flächen für Natur und Landschaft sowie den Artenschutz. Neben einer Entlastung für die Bauherren bringe dies auch Vorteile für den Naturschutz, da so zusammenhängende Maßnahmen von einer Fachbehörde entwickelt und begleitet werden könnten.

Wie viel ein Bauherr zu zahlen hat, hängt von der Schwere des Eingriffs ab. Von dem Geld muss die Naturschutzbehörde alle mit der Ersatzmaßnahme zusammenhängenden Kosten wie Grunderwerb, Planung, Verwaltung, Herstellung, langfristige Pflege und die regelmäßigen Kontrollen bezahlen.

Neben den Ausgaben für die Entwicklung und dauerhafte Pflege der Flächen hätten sich insbesondere die Grunderwerbskosten in den vergangenen Jahren erheblich erhöht, heißt es in der Mitteilung weiter. Ein Vergleich der mittleren Preise für Grünland und Acker von 2011 zu heute ergäbe einen Anstieg von mehr als zwei Euro pro Quadratmeter. 

„Der Landkreis muss auf diese Preisentwicklung reagieren, um zukünftig anstelle der Bauherren die Ersatzmaßnahmen noch kostendeckend umsetzen zu können.“ So könnten die Lebensräume von Kiebitz, Prachtlibelle, Zwergfledermaus und Co. weiterhin entwickelt und erhalten werden.

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