Widerstand von UWG und Piraten

Bauausschuss votiert für Wildeshausen-West

Für das geplante Industrie- und Gewerbegebiet müssten viele Bäume gefällt werden.
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Für das geplante Industrie- und Gewerbegebiet müssten viele Bäume gefällt werden.

Ohne große Debatte hat der Wildeshauser Bauausschuss für eine Änderung des Flächennutzungsplans „Wildeshausen-West“ gestimmt. Gegenstimmen gab es dennoch.

Gegen die Stimmen der UWG und der Piraten hat der Wildeshauser Ausschuss für Bau, Stadtplanung und Umwelt am Dienstagabend im Rathaus die Änderung des Flächennutzungsplans für das Industriegebiet Wildeshausen-West empfohlen. Die erneute Beratung war notwendig geworden, weil der Landkreis Oldenburg als Genehmigungsbehörde angemahnt hatte, konkrete Maßnahmen zum Ersatz des Walds im Planungsgebiet zu benennen.

Daraufhin hatte die Stadt ihren Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans zurückgezogen. Wenn das Industriegebiet umgesetzt wird, müssen mehr als zwei Dutzend Hektar reiner Wald gefällt werden.

Zur Kompensation sollen rund 46 Hektar aufgeforstet werden. Die Flächen befinden sich südlich und östlich vom Stadtgebiet Wildeshausen sowie bei Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten. Ob das nicht recht weit von der Kreisstadt entfernt sei, wollte Marko Bahr (FDP) wissen. Ina Rehfeld vom beauftragten Planungsbüro war per Video zugeschaltet und sprach von einer „räumlichen Nähe“ zu Wildeshausen. Sie stellte die überarbeiteten und konkreteren Pläne vor.

46 Hektar neuer Wald

Es handele sich um „sehr umfangreiche Maßnahmen“, betonte sie. Für den Landkreis seien nun auch keine Gründe mehr ersichtlich, die gegen die Genehmigung der Planung sprechen würden, weswegen auch keine erneute Auslegung der Pläne und Beteiligung der Bürger erforderlich sei.

Außer dem Waldersatz soll es auch Maßnahmen für den Artenschutz geben. Hierfür stünden mehr als 50 Hektar Wälder der Landesforsten in einem räumlichen Zusammenhang zur Verfügung, führte Rehfeld aus.

Als Drittes mussten Bereiche benannt werden, die der Kompensation von offenen Flächen im Planungsgebiet dienen. Beim Pestruper Gräberfeld sowie „Bei den Ruthenwiesen“ in der Gemeinde Großenkneten seien auch hierfür Areale im Besitz der Landesforsten verfügbar.

Als Nächstes kommt der Bebauungsplan

Sowohl UWG als auch Piraten ergriffen nicht das Wort, sodass es anders als sonst bei diesem Thema keine lebhafte Debatte gab. Allerdings handelt es sich beim Flächennutzungsplan auch nur um die allgemeinen Bestimmungen. Die Stadt muss noch einen Bebauungsplan aufstellen. Gegen diesen könnte die Bürgerinitiative gegen das Industriegebiet dann auch wie schon angekündigt juristisch zu Felde ziehen. Ein Hauptargument der Gegner ist der Verlust von ökologisch wertvollen Flächen.

Einen Protest gab es noch bei der Abstimmung: Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff (parteilos) hatte sich zu Wort gemeldet, war allerdings nicht mehr gehört worden. Der Ausschussvorsitzende meinte, dass die Abstimmung schon begonnen habe. Schulze Temming-Hanhoff verwies jedoch darauf, er habe sich schon vorher zu Wort gemeldet.

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