Bauarbeiten für Senioren- und Pflegeheim gehen zügig voran

1050 Kubikmeter Beton sorgen für sicheren Stand

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Der Bewehrungsstahl wurde seit Mittwoch verlegt – gestern die Sohle gegossen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Immer wieder bleiben die Passanten an der Hunte in Wildeshausen stehen und schauen dem Fortgang der Bauarbeiten für das neue Senioren- und Pflegeheim zu, wo gestern für „Haus 1“ die Sohle (Bodenplatte) gegossen wurde. „Kaum zu glauben, wie schnell das hier vorangeht“, meinte ein Wildeshauser, der mit seinem kleinen Sohn an der Straße Stellung bezogen hatte.

In der Tat hat die Baustelle, am 1. Oktober wurde der Grundstein gesetzt, schon deutliche Formen angenommen. Und das muss sie auch, denn Investor Friedhelm Clasen hat sich das eherne Ziel gesetzt, zu Weihnachten im „Haus 2“, wo auf drei Ebenen 24 „betreute“ Wohnungen sowie ein Café entstehen, Richtfest zu feiern.

„Zurzeit läuft alles nach Plan, zumal das Wetter auch noch mitspielt“, sagte Polier Pascal Hammoor am Mittwoch. „Wenn allerdings starker Frost einsetzt, dann kann es für das Verkleben der 100 mal 62,5 Zentimeter großen Kalksandsteine schwierig werden.“ Derzeit seien gut 20 Mitarbeiter der Firma Kallage aus Vechta auf der Baustelle.

Am Mittwoch war es auch, als die beiden Baukräne mit einer Auslage von 45 Metern aufgestellt wurden, damit schon bald das erste Obergeschoss auf „Haus 2“ aufgesetzt werden kann. „In der kommenden Woche werden wir auf diesen Bau schon die erste Decke legen, dann kann es darauf weitergehen“, so Hammoor. „Beide Bauten bekommen drei Ebenen, wobei es sich bei dem zweiten Ober- um ein Staffelgeschoss handelt.

Überaus beeindruckend sind die Zahlen, die er vorlegen konnte. So wiegt eine Kalksandstein-Wand von etwa 5,5 Metern Länge und 2,7 Metern Höhe mehr als fünf Tonnen. „Die Steine sind auch nur mit einem kleinen Versetzkran zu bewältigen“, erklärte der Polier. Für „Haus 2“ seien allein für die Fundamente rund 40 Kubikmeter Beton verarbeitet worden: „Hinzu kamen rund 255 Kubikmeter für die 30 Zentimeter dicke Sohle. Jeder Kubikmeter wiegt mehr als zwei Tonnen.“

Ganz andere Dimensionen weist dagegen „Haus 1“ auf, in dem 117 Zimmer, ein separter Demenzbereich sowie 15 Tagespflege-Plätze enstehen: Allein die Fundamente verschlangen 80 Kubikmeter Beton. Die Sohle verschluckt noch einmal etwa 660 Kubikmeter, sodass insgesamt rund 1050 Kubikmeter Beton verbaut werden. „Natürlich gibt es keine Fundamente und keine Bodenplatte ohne Bewehrungsstahl. Für beide Häuser benötigen wir davon etwa 150 Tonnen“, betonte Hammoor.

Doch damit nicht genug, das Unter- sowie das erste Obergeschoss werden verklinkert. Für die Fläche von rund 2000 Quadratmetern werden etwa 50000 Klinker benötigt. „Das Staffelgeschoss wird jeweils verputzt. „Aber bis es soweit ist, dauert es noch etwas“, betonte Hammoor.

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