Wohnbauland und Immobilien werden teurer

Bau- und Kaufwillige müssen tiefer in die Börse greifen

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In Wildeshausen wurden im vergangenen Jahr alte Häuser durch neue ersetzt – wie hier an der Delmenhorster Straße.

Wildeshausen - Wohnbauland sowie Ein- und Zweifamilienhäuser werden im Landkreis Oldenburg immer teurer. Dieser Trend ist nicht neu, setzt sich aber unvermindert fort, wie die Auswertung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte zeigt. Am Mittwoch wurden die Zahlen des Berichtsjahres 2017 vorgestellt.

Die Entwicklung beim Bauland ist jedoch in den einzelnen Städten und Gemeinden des Landkreises unterschiedlich. Während in den ländlichen Kommunen überwiegend nur geringe Preisveränderungen zu verzeichnen sind, wurden in vielen Städten und Gemeinden zwischen fünf und 25 Euro pro Quadratmeter mehr für einen Bauplatz gezahlt, so Holger Seifert, Vorsitzender des Gutachterausschusses, Rolf Rösler, stellvertretender Vorsitzender, und Christine Stubbemann aus der Geschäftsstelle.

Die Zahl der registrierten Kaufverträge ist im Berichtsjahr um fünf Prozent auf 1 963 gefallen. Das liegt daran, dass beispielsweise in der Stadt Wildeshausen keine neuen Areale in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ausgewiesen wurden. Deshalb lag der mittlere Preis inklusive Erschließungskosten in der Kreisstadt bei 105 Euro pro Quadratmeter. 

Christine Stubbemann, Holger Seifert und Rolf Rösler (v.l.) stellten den Grundstücksmarktbericht vor.

Er dürfte im kommenden Jahr steigen, weil die Grundstücke in den neuen Baugebieten jetzt deutlich höher bewertet werden. In Dötlingen wurden durchschnittlich 79 Euro bezahlt, im Flecken Harpstedt kostete der Quadratmeter 75 Euro. Spitzenreiter ist hier die Gemeinde Hude mit 147 Euro. Weil im Landkreis Oldenburg im vergangenen Jahr eher Grundstücke in abgelegeneren Lagen verkauft wurden, war das durchschnittliche Areal 850 Quadratmeter groß und kostete 79 Euro pro Quadratmeter.

Zahl der Käufe abnehmend

Auch die Zahl der Käufe von Ein- und Zweifamilienhäusern sank im Jahr 2017. Wurden 2016 noch 646 Häuser verkauft, waren es ein Jahr später nur 606. Der mittlerre Kaufpreis lag hingegen bei 215.000 Euro (2016: 190.000 Euro). „Auf dem Markt der landwirtschaftlichen Flächen hat sich der seit 2005 bestehende Trend der massiven Preissteigerungen seit 2016 nicht mehr so deutlich fortgesetzt“, erklärte Seifert. 

„Im Berichtsjahr ergeben sich im Landkreis Oldenburg Erhöhungen für Ackerland von fast zwölf Prozent, in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta stagnieren die Preise auf hohem Niveau.“ Die Preisindizes für Grünland seien in den Landkreisen Ammerland, Oldenburg und Wesermarsch um drei bis acht Prozent gestiegen. In der Spitze wurde im Landkreis Oldenburg acht Euro für den Quadratmeter Ackerland gezahlt. Der Spitzenpreis im Landkreis Vechta lag gar bei 15 Euro.

dr

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