Landkreis Oldenburg erhält 90-prozentige Förderung

Bau des neuen Frauenhauses kann starten

Abbruch des alten Frauen- und Kinderschutzhauses im Februar 2021.
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Abbruch des alten Frauen- und Kinderschutzhauses im Februar 2021.

Wildeshausen – Der Landkreis Oldenburg hat den lang ersehnten Bescheid des Bundes erhalten, der eine 90-prozentige Förderung zum Neubau des Frauen- und Kinderschutzhauses in Wildeshausen sichert.

Das Altgebäude wurde bereits im Februar abgerissen und der Baugrund für die Errichtung eines neuen Hauses für bis zu zehn Frauen sowie deren Kinder vorbereitet. Mit dem Neubau des Frauen- und Kinderschutzhauses kann nun zeitnah begonnen werden.

Die „Istanbul-Konvention“, die Anfang 2018 in Deutschland in Kraft trat, verpflichtet alle staatlichen Ebenen, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um alle gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder vor weiteren Gewalttaten zu schützen und die entsprechenden Hilfsdienste sowie Schutzunterkünfte leicht zugänglich und in geeigneter Zahl zur Verfügung zu stellen.

Hierzu möchte der Landkreis zum Schutz der von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern mit Nachdruck beitragen. Der Kreisausschuss beauftragte daher die Kreisverwaltung in seiner Sitzung am 9. Dezember 2019, die erforderlichen Schritte für den Neubau eines Frauen- und Kinderschutzhauses am jetzigen Standort in Wildeshausen einzuleiten.

Zur Finanzierung dieses Neubauvorhabens stellte der Landkreis im April 2020 einen Antrag auf Investitionskostenförderung aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“, der nun beschieden wurde. Das Neubauvorhaben wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung unterstützt.

Bestandsgebäude abgerissen

Mit Schreiben vom 23. November 2020 wurde vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ein vorzeitiger förderunschädlicher Maßnahmebeginn genehmigt. Dies versetzte den Landkreis Oldenburg in die Lage, mit vorbereitenden Maßnahmen, wie dem Abbruch des Bestandsgebäudes und der Herrichtung des Baugrundes bereits im Februar 2021 zu beginnen.

Wie das Amt für Teilhabe und Soziale Sicherung mitteilt, hat Sozialpädagogin Aike Elling die Leitung des Frauen- und Kinderschutzhauses übernommen. Sozialpädagogin Andrea Fragge leitet jetzt das Frauen- und Mädchentelefons „Aufwind“ sowie die Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt „BISS“. Sozialdezernent Jürgen Ohlhoff sowie die Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung, Christiana Dölemeyer, freuen sich sowohl über den Förderbescheid als auch über die Besetzung der Leitungsposten.

Vorstellung von Aike Elling (Leiterin Frauen- und Kinderschutzhaus, 2.v.l) und Andrea Fragge (Leiterin Frauen- und Mädchentelefon „Aufwind“ sowie Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt „BISS“) durch Sozialdezernent Jürgen Ohlhoff sowie die Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung, Christiana Dölemeyer (r.).

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