Spiele bauen und Musik machen

Kinder sind von Ferienpassaktionen begeistert

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Johannes Balke (links), Olaf Balke (Mitte) und Manfred Hinrichs bastelten am Sonnabend mit sechs Kindern in einer Ferienpassaktion eine elektronische Variante des Spiels „Simon Says“. 

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Gleich zwei Ferienpassaktionen ließen die Kinderherzen am Sonnabend in der ehemaligen Zigarrenfabrik an der Wittekindstraße in Wildeshausen höherschlagen. In den Räumen des Blasorchesters Wildeshausen durften Jungen sowie Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren mal so richtig auf die Pauke hauen. Gleich nebenan wurde eine elektronische Version von „Simon Says“ entwickelt.

Unter dem Titel „Trommeln für Kinder“ erklärten Leon Pahl sowie Marvin Walther, was ein Takt ist und wie die einzelnen Instrumente geschlagen oder gespielt werden. In der Gruppe kamen die große sowie die kleine Trommel, Kastagnetten, Bongos, ein Schellenkranz und eine Cabasa zum Einsatz. Die beiden Betreuer gaben den Takt vor. 

Was sich zunächst einfach anhörte, verlangte den Musikanfängern höchste Konzentration ab. Auf dem Takt bauten die beiden Perkussionisten einfache Rhythmen auf. Die Kinder hatten dabei sichtlich Spaß. Zum Regenerieren gab es in der Pause Saft und Muffins.

Aufgrund der räumlichen Verhältnisse wurden die Jungen und Mädchen auf zwei Gruppen zu je sechs Nachwuchsschlagzeugern aufgeteilt. Walther und Pahl spielten vor, korrigierten und lobten die Kinder. 

Leon Pahl und Marvin Walther (hinten, von links) machten mit den Kindern am Sonnabend im Proberaum des Wildeshauser Blasorchesters Musik. Zum Einsatz kamen unter anderem Kastagnetten, Bongos, ein Schellenkranz und eine Cabasa.

Abschließend durften die Kleinen die anderen Perkussion-Instrumente im Proberaum frei ausprobieren. Das Xylofon, die Kesselpauken und das Glockenspiel standen dabei natürlich ganz hoch im Kurs. „Zum Schluss haben wir auf den Röhrenglocken des Glockenspiels sogar die Tonfolge des ,Big Ben‘ nachahmen können“, freute sich Walther über das rege Interesse der Kinder.

Nur zwei Türen weiter bot der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) unter dem Titel „Wir bauen ein elektronisches ,Simon Says‘-Spiel” im Jugendzentrum einen elektronischen Bastelkurs an. Auf einer Platine mussten Widerstände, Taster, Leuchtdioden, Kondensatoren, ein Lautsprecher, ein Batteriehalter und ein Mikrocontroller gesteckt sowie von der Rückseite verlötet werden.

Unter der Anleitung von Manfred Hinrich, Olaf Balke und seinem Sohn Johannes vom Ahlhorner DARC bastelten die Kinder im Alter ab acht Jahren den ganzen Nachmittag lang. Der älteste Teilnehmer war gerade mal elf Jahre alt. „Mein Papa baut zu Hause auch Elektrogeräte“, erzählte Kevin Malinin ganz stolz, und sein Bruder Jan ergänzte: „Eigentlich ist er ja Maurer und Fliesenleger.“ Beide waren wie die anderen vier Kinder mit vollem Eifer bei der Sache.

Nachdem das letzte der 19 Bauteile gelötet war, kam der spannende Moment. Wird das Spiel funktionieren? Die Batterie wurde eingesetzt. Der Prozessor arbeitete und brachte eine Diode nach der anderen zum Leuchten. Der Spieler musste die Farbfolge der Dioden auf den Tastern nachahmen. Nach jeder Runde kam eine Farbe hinzu. Das Resultat der eigenen Bastelei überzeugte die großenm und die kleinen Elektroniker.  

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