Stadt muss ins historische Rathaus investieren, um es öffentlich zu nutzen

Barrierefreiheit und Brandschutz

Fahrstuhl in der Häusing: Dort, wo jetzt eine Treppe ist, soll ein Lift installiert werden.
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Fahrstuhl in der Häusing: Dort, wo jetzt eine Treppe ist, soll ein Lift installiert werden.

Wildeshausen – Der geplante Anbau eines Fahrstuhls in der Häusing zwischen dem historischen Rathaus in Wildeshausen sowie dem Gebäude des Kaufhauses Schnittker am Markt ist seit Jahren überfällig. Wie berichtet, soll mit dem Lift Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern ermöglicht werden, barrierefrei den Ratssaal zu erreichen. Das geht ins Geld.

Der Antrag der Stadt, das denkmalgeschützte Rathaus im Bereich der Häusing dafür umzubauen, rief die Bauaufsicht des Landkreises Oldenburg auf den Plan, die nun einige Veränderungen im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes fordert. Das dürfte teuer werden, sodass der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstagabend die Verwaltung zunächst nur beauftragte, die Planung voranzutreiben und die Kosten zu ermitteln.

Das Obergeschoss des Rathauses hat nach Angaben von Baudezernent Manfred Meyer zwei Fluchtwege: über die Haupttreppe und über eine Stahltreppe in der Häusing. Da dort aber der Fahrstuhl installiert werden soll, muss die Treppe in Richtung Westerstraße verschoben werden. Mit dem aktuellen Brandschutzkonzept, so Meyer, dürften sich im Saal nur bis zu 200 Personen befinden, weil über die Häusing nicht genügend Fluchtbreite vorhanden ist. Für das Gildefest muss demnach weiterhin eine Sondergenehmigung beantragt werden.

Der Ratskeller benötigt einen weiteren Notausgang

Eine wichtige Auflage der Bauaufsicht ist auch, dass zwischen dem Bereich der Tourist-Info und der Haupttreppe eine Brandschutztür eingebaut wird. Die Konstruktion muss bis an die Decke reichen, die wiederum dafür geöffnet werden soll. „Sehr aufwendig“, kündigte Meyer schon mal an und führte zum Ratskeller aus, dass dort noch größere und kostspieligere Veränderungen nötig sind.

Das historische Rathaus: Altehrwürdig, aber mit modernen Anforderungen schwer vereinbar.

Der Bereich des Restaurants hat ebenfalls zwei Fluchtwege: über die Außentreppe sowie über einen Ausstieg durch das Küchenfen-ster. Letzterer ist nicht ausreichend, sodass ein neuer Kellerausgang geschaffen werden muss. Nach Meyers Angaben geht das nur im Bereich der Damentoiletten. „Wenn wir diesen Fluchtweg nicht schaffen, dann müsste der Ratskeller geschlossen werden“, betonte Meyer.

Das wiederum stand für die Politiker nicht zur Debatte. „Das ist ja nicht irgendein Keller hier“, so Wolfgang Sasse (CDU). „Wir müssen alles daran setzen, die Maßnahmen zu finanzieren.“

Frank Stöver (CDW) sprach vom „wichtigsten Keller in Wildeshausen“. Und Stephan Dieckmann (SPD) stellte klar: „Die Gastronomie muss dort bleiben.“

Die Kosten sollen nun berechnet werden. Wann der Fahrstuhl installiert wird, steht weiterhin nicht fest. Nach Angaben Meyers will man sich darum bemühen, die Förderung noch einmal verlängert zu bekommen. Das Projekt muss eigentlich bis zum 30. September abgeschlossen sein. Schon im Sommer 2018 hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt 200.000 Euro freigegeben, um den Lift zu installieren. 50.000 Euro davon sollten durch die Fördermittel hereinkommen.

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