Baptisten feiern 20-jähriges Bestehen ihrer Partnerschaft

Erster Weg führt an einen fremden, aber vertrauten Ort

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Die Begründer der Partnerschaft sowie die Wildeshauser Gemeindeleiter vor dem Banner aus Hertford, dessen Wildeshauser Double in der Hertford Baptist Church hängt: Christoph Schließke, Pastor Friedrich Kleibert, Mary und Keith Youngman, Erhard Schließke, Brigitte Bekaan und Sandra Yarker (von links)

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Städtepartnerschaft leben und kulturellen Austausch praktizieren – auf diesen Säulen gründet seit 20 Jahren die Freundschaft der Baptistengemeinden in Wildeshausen und im englischen Hertford. Für die Gemeindemitglieder beider Seiten ist ganz klar: „In Jesus sind wir eins – All one in Jesus“. Nach diesem Motto bestehen enge persönliche Kontakte, die jedes Jahr durch gegenseitige Besuche aufgefrischt werden – so auch am Wochenende in der Wittekindstadt.

Die Kreisstädter hatten für ihre Gäste aus Wildeshausens Partnerstadt ein kulturelles Programm mit gemeinsamen Ausflügen in die Umgebung zusammengestellt. Höhepunkte waren am Samstagabend ein gemeinsames Essen und eine Feier im Gemeindezentrum – begleitet von einer bilderreichen Rückschau über die vergangenen 20 Jahre.

„Die Partnerschaft unserer Gemeinden entwickelte sich als eine Folge der Städtepartnerschaft, die Wildeshausen und Hertford vor etwas mehr als 20 Jahren beschlossen“, erklärte Christoph Schließke, Leiter der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) Wildeshausen.

Sein Vater Erhard Schließke erinnert sich noch gut an die Anfänge: „Ich war mit dabei, als die erste Gruppe von Wildeshausern die neue Partnerstadt in England besuchte.“ Einige Mitglieder der Gemeinde seien mitgereist, darunter auch Brigitte Bekaan: „Für die Wildeshauser Baptisten führte einer der ersten Wege in der Partnerstadt zu einem fremden und doch irgendwie vertrauten Ort: zur Baptist Church.“

Und so entstand schnell ein freundschaftlicher Kontakt zwischen den beiden Gemeinden. „Auf der englischen Seite waren es ganz besonders Sandra und Colin Yarker sowie Mary und Keith Youngman, die die Partnerschaft vorantrieben“, erinnert sich Schließke. Gegenseitige Besuche wurden zu einer festen Tradition. Und so etablierte sich neben der Städtepartnerschaft auf der politischen Ebene noch eine weitere fruchtbare Freundschaft aus der Beziehung der beiden Städte.

„Uns geht es dabei um den kulturellen und persönlichen Austausch“, erklärt Christoph Schließke. So unternahmen die Wildeshauser dieses Mal mit den Hertfordern, die am Donnerstag angereist waren, einen Ausflug nach Bad Zwischenahn und eine Wanderung zum Lopshof in Dötlingen.

Am Wochenende lag der Fokus dann auf dem Gemeindezentrum. Während die Freunde am Sonnabend den „Geburtstag“ feierlich und gemütlich mit einem Empfang, einer Rückschau auf die vergangenen 20 Jahre sowie mit einem gemütlichen Beisammensein begangen, stand am Sonntagvormittag der gemeinsame feierliche Gottesdienst auf der Tagesordnung. Ein Großteil der 70-köpfigen Wildeshauser Gemeinde ließ es sich nicht nehmen, die Hertforder zu begrüßen, das besondere Treffen mitzuerleben und den Abend mitzugestalten.

Zum Empfang fand sich auch Wildeshausens stellvertretende Bürgermeisterin Evelyn Goosmann ein, die die Hertforder seitens der Stadt ebenfalls herzlich begrüßte.

Als spannend für alle Beteiligten erwies sich die Bilderschau, die einige Gemeindemitglieder vorbereitet hatten und die die 20-jährige Freundschaft authentisch dokumentierte. Ein jeder fand sich darin wieder und ließ die vielen Treffen auch vor dem geistigen Auge noch einmal Revue passieren.

Zeugnis von der lebendigen Freundschaft gab ebenfalls das imposante, handgefertigte Banner der Gemeindepartnerschaft, das auch jetzt immer wieder von den Wildeshausern und Hertfordern in Augenschein genommen wurde. „Das Double hängt in der Hertford Baptist Church“, erklärte Brigitte Bekaan. Die Wildeshauser nahmen vor Jahren die Variante in englischer Sprache entgegen – mit der Aufschrift „All one in Jesus“ und der geografischen Darstellung beider Orte auf einem Ausschnitt der Weltkugel.

Im Gegenzug verschenkten auch die Wildeshauser ein Banner an die Partnergemeinde, auf dem „In Jesus sind wir eins“ zu lesen ist. „Mary Youngman aus Hertford und die Wildeshauserin Auguste Cordes haben diese Banner hergestellt“, erklärte Bekaan.

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