Arbeiten in der Kirche nach Brandstiftung weitgehend abgeschlossen

Bald wieder Gottesdienst in St.-Peter

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Am Freitagvormittag standen noch Paletten mit Material der Handwerker vor der Tür des Gotteshauses.

Die durch eine Brandstiftung beschädigte St.-Peter-Kirche in Wildeshausen soll am Samstag, 26. Oktober, um 17 Uhr zum ersten Mal seit dem Vorfall am 30. August für einen Gottesdienst zur Verfügung stehen.

Wildeshausen - „Heute ist der letzte Tag für die Handwerker“, sagte Provisor Bernhard Kramer am Freitag. Davon ausgenommen ist Orgelbauer Christian Wachtendorf aus Ostfriesland, der die 1 309 Pfeifen der Führerorgel Stück für Stück demontiert und von Ruß befreit. Seine Arbeit schreitet voran und könnte am 26. Oktober beendet sein. Alternativ wird erwogen, den Vorabendgottesdienst am Klavier zu begleiten.

„Die Wände mussten wegen der Rußschlieren teilweise neu gestrichen werden“, berichtet Kramer, der mit dem Ergebnis der Handwerker und der Reinigungsfirma sehr zufrieden ist. „Es gibt nicht einen einzigen Gegenstand, der noch riecht.“ Unter anderem seien sämtliche Schränke ausgewischt worden. „Es ging in jede kleinste Ecke.“

Der Schaden liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich, und es waren Gespräche mit der Versicherung nötig, weil – anders als zunächst vermutet – neu gestrichen werden musste. Doch auch hier kann Kramer Entwarnung geben: „Es gibt keine Probleme.“ Zurzeit werden noch die liturgischen Gewänder gereinigt, ist dem Pfarrbrief der katholischen Gemeinde zu entnehmen.

Derweil dauern die polizeilichen Ermittlungen an. Es gebe keinen neuen Sachstand, teilte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage mit. Noch unmittelbar nach der Brandstiftung hatten die Beamten Zeugen gesucht, die am Nachmittag des 30. August etwas gesehen haben. Unbekannte hatten in dem grundsätzlich für die Öffentlichkeit zugänglichen und erst vor Ostern für 120 000 Euro sanierten Gotteshaus ein Gesangbuch und das Sitzpolster einer Bankreihe angezündet. Allerdings hatten die Holzbänke kein Feuer gefangen, sodass die Flammen von alleine erloschen.

Mit dem Gottesdienst am 26. Oktober steht das Ende einer herausfordernden Zeit für die katholische Gemeinde bevor, die wohl so schnell nicht vergessen wird. Für den ersten Gottesdienst nach dem Feuer darf mit einer besonderen Messe gerechnet werden.

Am Freitagvormittag standen noch verpackte Paletten mit Material und ein Container mit Bauabfall vor dem Gebäude, doch die sollten im Laufe des Tages verschwinden. Dann erinnert nur noch das Warnschild an der Kirchentür an die Brandstiftung, bis die Gemeinde am letzten Oktobersamstag endlich wieder eine Messe in der Kirche feiern kann.

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