Kunststoff reduzieren

Agrarfrost: Bald Pommes ohne Plastiktüte?

Pommes frites könnten in naher Zukunft nicht mehr in der Kunststofftüte verkauft werden. Foto: Agrarfrost
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Pommes frites könnten in naher Zukunft nicht mehr in der Kunststofftüte verkauft werden.

Aldrup – Die Wildeshauser Firma Agrarfrost in Aldrup, nach eigenen Angaben Deutschlands größter Produzent nachhaltig hergestellter Tiefkühl-Kartoffelprodukte, setzt ab sofort Beutelverpackungen mit geringerem Plastikanteil ein. Damit will das Unternehmen künftig über 80 Tonnen Plastik pro Jahr sparen.

Zudem visiert Geschäftsführer Manfred Wulf das Ziel an, in der Zukunft eventuell gänzlich auf Kunststoff zu verzichten, heißt es in einer Mitteilung des Familienunternehmens.

„Es erfordert dringend tiefer greifende Maßnahmen als bloß das vollständige Recycling von plastikreduzierten Verpackungen, um eine wirklich nachhaltige Lösung für die generelle Verpackungsplastikproblematik zu finden“, führt Wulf aus. Nach langer Forschung und Tests sei es nun gelungen, eine Verpackungslösung mit reduziertem Plastikanteil auf den Markt zu bringen.

Bei deutlich reduzierter Folienstärke schützt die neue Beutelverpackung Unternehmensangaben zufolge das Produkt weiterhin und bietet dabei dem Verbraucher die gleiche Qualität. Bereits zu Beginn des Jahres hatte Agrarfrost seine neuen Faltschachteln ohne Plastikbeschichtung für einige Produkte auf den Markt gebracht (wir berichteten).

Bis Jahresende sollen nun auch alle anderen Beutelverpackungen mit der umweltfreundlicheren neuen Folie im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sein. Auch seinen Handelspartnern bietet Agrarfrost auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse abgestimmte nachhaltige Verpackungslösungen, mit denen sich der Einsatz von Plastik deutlich reduzieren lässt. 

„Soziales, nachhaltiges und ökologisches Handeln steht im Fokus unserer Unternehmensphilosophie. So hat die eingesetzte Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit bereits viele unserer Prozessabläufe optimiert und wird auch in Zukunft die Themen Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und Produktionseffizienz weiter vorantreiben“, so Wulf. Mit 800 Mitarbeitern an den Produktionsstandorten in Aldrup und Oschersleben bei Magdeburg verarbeitet Agrarfrost jährlich 600.000 Tonnen Kartoffeln zu Fertigerzeugnissen.

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