Bald neue Preisgestaltung wegen Mindestlohn/Antrag liegt noch nicht vor

Taxi-Tarif: Vier Landkreise stimmen sich ab

Wildeshausen - Erst zum 1. Juni stiegen die Preise für den Taxi-Transport in den Landkreisen Oldenburg, Vechta, Cloppenburg und Ammerland einheitlich, nachdem die jeweiligen Kreistage im Frühjahr einer Erhöhung zugestimmt hatten. Doch nun könnte es schon bald zu einer erneuten Preiserhöhung kommen. Grund dafür ist der anstehende Mindestlohn.

Wie bereits berichtet, hat der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) in mehr als 20 Städten und Landkreisen Anträge zur Tarifanhebung gestellt. Im Landkreis Oldenburg lag ein derartiger Antrag Ende der vergangenen Woche noch nicht vor. Da sich aber die vier Landkreise mit den Preisen abstimmen, könnte es sein, dass in einem anderen Kreishaus bereits ein Schreiben angekommen ist. Der GVN und die Taxiunternehmer wollen einen gesonderten Minutenpreis einführen. Bislang zahlt der Kunde einen Grundpreis und einen Kilometertarif.

„Das gilt bei uns über die Landkreisgrenzen hinweg“, so Siegfried Bluhm vom Straßenverkehrsamt des Landkreises Oldenburg. Denn es wäre schon seltsam und ungerecht, wenn ein Kunde von Goldenstedt nach Wildeshausen zu einem bestimmten Preis fahren würde und der Rückweg vom Landkreis Oldenburg in den Landkreis Vechta plötzlich eine andere Summe koste.

Künftig sollen Fahrgäste zusätzlich 40 Cent pro Minute zahlen, egal ob das Taxi fährt, im Stau oder an einer Ampel steht. Gleichzeitig soll der Kilometerpreis etwas sinken. Angestrebt wird, dass alle angestellten Taxifahrer 8,50 Euro pro Stunde verdienen. Dann würde es sich bei den derzeitigen Tarifen für viele Taxiunternehmer aber nicht mehr lohnen, Fahrer festangestellt zu beschäftigen.

Nach den erst vor drei Monaten eingeführten Tarifen der „Droschkenordnung“ in der Region kostet eine Taxifahrt (Auto mit maximal vier Personen) bis zehn Kilometer 1,60 Euro pro Kilometer. Ab einer Entfernung von zehn Kilometern muss der Kunde 1,40 Euro zahlen. Der Mindestfahrpreis liegt bei fünf Euro, in denen 1,118 Fahrkilometer enthalten sind. Die Preise gelten von montags bis sonnabends zwischen 6 und 22 Uhr. Werktags von 22 bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen gibt es einen Zuschlag von einem Euro pro Fahrt.

Sollten die Kreistage einer neuen Gebührenordnung zustimmen, könnten die Preise bald um 25 Prozent steigen. „Zuvor müssen aber noch Stellungnahmen von der Industrie- und Handelskammer, den Gemeinden und dem Eichamt eingeholt werden“, so Bluhm. Zudem müssen sich die Landkreise Vechta, Cloppenburg, Ammerland und Oldenburg abstimmen. Vom Städte- und Gemeindebund wurde schon signalisiert, dass man keine Einwände habe. Das sei eben die Konsequenz des Mindestlohnes, so Sprecher Thorsten Bullerdiek.

dr

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