Verwaltungsausschuss beschließt, Nutzungsvertrag mit dem Landkreis nicht zu verlängern

Bald keine Konzerte mehr in der Widukindhalle

Hier wird bald nur noch Sport gemacht: Die Widukindhalle in Wildeshausen.
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Hier wird bald nur noch Sport gemacht: Die Widukindhalle in Wildeshausen.

Wildeshausen – Ob das Eröffnungskonzert des Musikkorps, die Feuerfete der Brandschützer oder die Generalversammlung der Schützengilde: Die Widukindhalle in Wildeshausen steht perspektivisch nicht mehr für solche und andere Veranstaltungen zur Verfügung. Der Verwaltungsausschuss hat am Donnerstagabend in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, den Vertrag mit dem Landkreis Oldenburg für die Nutzung nicht zu verlängern. Das teilte die Stadt mit. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Konzept für eine alternative Veranstaltungshalle zu entwickeln.

Der Landkreis will die Halle sanieren und erwartet, dass sich die Stadt finanziell mit rund 450 000 Euro beteiligt – im Gegenzug für die fortdauernde Nutzung für Veranstaltungen. Aber: „Der Verwaltungsausschuss ist sich einig, dass auch künftig Räumlichkeiten für Großveranstaltungen neben den bereits zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten in Wildeshausen zur Verfügung stehen müssen. Hierfür soll die Verwaltung alsbald ein Konzept erstellen.“ Zurzeit sind Konzerte und Co. zum Beispiel in der Musikschule und im Rathaussaal möglich.

Erst einmal läuft der Vertrag ja noch weiter, aber ab 2022 ist mit einer Übergangszeit zu rechnen, bis die neue Mehrzweckhalle nutzbar ist. Bis dahin kann das Konzert des Musikkorps in der Turnhalle der Wallschule stattfinden. Sie soll allerdings nicht die Funktion einer „Mehrzweckhalle“ übernehmen, so die Stadtverwaltung. In Abstimmung mit den Vereinen sollen weitere Alternativen für die übrigen Veranstaltungen gefunden werden.

Hans-Uwe Leinemann, Vorsitzender des Musikkorps, betont, dass die Turnhalle auf Dauer keine akzeptable Lösung sei. Er hofft, dass die Stadt eine den Bedürfnissen entsprechende Mehrzweckhalle errichtet, spart aber mit Vorschusslorbeeren: „Wir müssen abwarten.“

Leinemann macht allerdings kein Hehl daraus, dass Veranstaltungen in der Widukindhalle in seinen Augen ein „zweischneidiges Schwert“ sind. Sie sei zwar formal eine Mehrzweckhalle, aber eigentlich doch eine Sporthalle und gebe „kein schönes Bild ab“. Zudem sei die Technik für Konzerte nicht immer ideal. Beispielsweise ließen sich die Oberlichter nicht wunschgemäß abdunkeln. Deswegen hätten auch schon Auftritte abgesagt werden müssen.

Leinemann plädiert auf jeden Fall dafür, jetzt nicht zu viel in eine Zwischenlösung zu investieren, sondern das Geld lieber in die endgültige Lösung zu stecken.  bor

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