Baubeginn in zwei Wochen 

Bahnhofshalle soll drei Jahre nach dem Brand stehen

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Seit Dienstag wird das Baufeld für die neue Bahnhofshalle und die Parkplätze vorbereitet.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Drei Jahre nach dem verheerenden Brand am Bahnhof, dem die Lagerhalle zum Opfer fiel, soll im kommenden Sommer endlich die neue Halle stehen. Die Baugenehmigung ist erteilt. Derzeit wird der Bauplatz vorbereitet.

Besitzer Frank Stöver kann tief durchatmen. Lange Zeit war nicht klar, ob der Neubau genehmigt wird. Die Fläche geriet in die politische Beratung, weil der Bebauungsplan geändert werden musste. Da die alte Halle zu nahe an den Gleisen stand, muss das neue Gebäude etwas auf dem Areal verschoben werden – was aber mit den alten Plänen nicht in Einklang zu bringen war. 

Das Bauwerk selbst hat mit 90 mal 15 Metern Grundfläche die gleiche Ausdehnung wie die alte und soll unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz in Wildeshausen genutzt werden. Auf rund 600 Quadratmetern richtet das DRK dort die neue Kleiderkammer ein. Es ist zudem Platz für die Ausrüstung und Fahrzeuge vorhanden, sodass die Retter aus der alten Halle an der Glaner Straße ausziehen können.

Das marode Häuschen auf dem Bahnhofsgelände wird so schnell noch nicht saniert.

Für weitere 600 Quadratmeter gibt es einen überregionalen Interessenten, der ebenfalls für eine deutliche Belebung sorgen soll. Namen möchte Stöver noch nicht nennen, doch er hofft, dass das gesamte Areal in Zukunft besser angenommen wird. Dann, so seine Planung, kann der Kiosk im Bahnhofsgebäude länger öffnen und von dort die Parkraumbewirtschaftung für die mindestens 70 Plätze übernehmen.

Derzeit ist die Firma Scheele damit beschäftigt, den Bauplatz freizumachen. Plangemäß ist die Halle zukünftig umfahrbar. Anschließend wird der Bauteppich abgesteckt, und Ende November soll der erste Beton angeliefert werden. 

„Mein Ziel ist es, dass die Halle bis Frühjahr steht“, so Stöver. Komplett eingerichtet sein soll sie bis zum Sommer. Dann wird es auch wieder eine Fotovoltaik-anlage auf dem Dach geben. Allerdings deutlich kleiner, da Stöver schon eine 37-kW-Anlage auf dem Bahnhof installiert hat.

Die Arbeiten sind dann noch nicht abgeschlossen. Zu den Vorgaben der Stadt gehört es, dass ein kleines Haus zwischen Bahnhof und Halle saniert oder neu gebaut wird. Das dürfte das vorerst letzte Projekt sein, das seit 2010 realisiert wird.

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