Stellungnahme der Stadtverwaltung

Bahnhof Wildeshausen: Investor hat Auflagen erfüllt

Die Türen zur Wartehalle sind geöffnet. Damit gelangen Gäste auch zu den Toiletten. Die Stadt ist zufrieden mit dem Bahnhof.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Wildeshauser Stadtverwaltung sieht keinen Grund, eine Rückübertragung des Bahnhofes vorzunehmen. Im Gegensatz zu Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff ist sie der Ansicht, dass Käufer Frank Stöver die Bauverpflichtungen des Grundstückskaufvertrages eingehalten hat.

Temming-Hanhoff hatte moniert, dass die Wartehalle und WC-Anlage nur an einzelnen Tagen und dann auch nur zeitweise zugänglich sind. Die Wartehalle würde zudem als Frühstücksraum des Hotelbetriebes zweckentfremdet. Es fehlten auch die vorgegebenen Ladenlokale wie Reisebüro, Bäcker und Gastronomie.

Unterdessen hat es vor wenigen Tagen eine Ortsbesichtigung gegeben. Nun liegt die Stellungnahme der Stadt für den Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am 24. August vor. Dort listet der Fachbereich Bau noch einmal auf, welche Auflagen der Investor laut Vertrag zu erfüllen hatte: Die Sanierung des Gebäudes im hergebrachten Stil, die Herstellung einer öffentlich zugänglichen Wartehalle nebst einer behindertengerechten WC-Anlage innerhalb des Gebäudes, Einrichtung von zwei bis drei Ladenlokalen im Erdgeschoss, wobei nicht genau die Art der Geschäfte vorgegeben wurde, Errichtung von ein bis zwei Wohnungen im Obergeschoss sowie die Herstellung von mindestens 70 öffentlich zugänglichen Parkplätzen.

Historisches Nebengebäude soll wieder nutzbar gemacht werden

Diese Bedingungen sind nach Aussage der Stadt weitgehend erfüllt. Die Wartehalle sei von 6 bis 19 Uhr geöffnet. Soweit das Wetter es zulasse, seien die Türen in dieser Zeit auch weit geöffnet. Es gebe eine Wartehalle nebst WC, es seien zudem Wohnungen eingerichtet und Betriebe etabliert worden. Lediglich die Herstellung der Parkplätze habe sich, auch im Hinblick auf die niedergebrannte Halle, in der Form als nicht durchführbar erwiesen. In einem neuen Vertrag sei deshalb vereinbart worden, eine neue Lagerhalle und mindestens 70 Parkplätze zu errichten. Hierfür sind 44 Plätze öffentlich zugänglich zu halten.

Die Frist für die Maßnahme endet am 16. Januar 2018. Eine weitere Frist endet am 28. März 2019. Bis dahin soll das historische Nebengebäude, sofern es die Bausubstanz zulässt, wieder nutzbar gemacht werden. Alternativ ist das Gebäude stilistisch in Anlehnung an das alte Gebäude neu zu errichten, heißt es im Vertrag.

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