Kritik an Planungen für ein Café am Westring

Bäcker Schnittker hinterfragt politische Ziele

Bäckermeister Dirk Schnittker kritisiert die Pläne für den Westring.

Wildeshausen – „Schutz und Stärkung der Wildeshauser Innenstadt? Warum tun Sie alles, um das auszuhebeln?“, richtete sich Bäckermeister Dirk Schnittker in der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung am Donnerstagabend an Politik und Verwaltung. Er meinte damit das geplante Café im Gartencenter Ostmann am Westring. Auch bei Rewe am Huntetor und im E-Center am Westring entstünden großzügige gastronomische Angebote. „Und die Innenstadt? Hier sind mehr als 100 Jahre alte Handwerksbetriebe“, betonte Schnittker. Der Fleischerei Tonn sei es verwehrt worden, an den Westring zu gehen. Genau wie ihm auch. „Damals im Marktkauf wurden mir 15 Plätze genehmigt. Jetzt sind 60, 70 Plätze für Betriebe aus dem Umland möglich“, regte sich der Bäckermeister auf. Zudem seien die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt „auf dem Stand von vor 30 Jahren“.

Aus der Politik antwortete während der Einwohnerfragestunde niemand auf den Gefühlsausbruch von Schnittker. Einzig Hans Ufferfilge, Fachbereichsleiter Bau in der Stadtverwaltung, meldete sich zu Wort: „Ich verstehe, dass das für Sie eine unglückliche Situation ist. Aber wir sind auf dem rechtlich richtigen Weg.“ Die drei Cafés seien im Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt zulässig und bisher im Bebauungsplan-Verfahren „im Grunde beanstandungslos verlaufen“.

In der späteren Diskussion über den autofreien Sonntag, der abgelehnt wurde (wir berichteten), kam Jens-Peter Hennken (CDW) indirekt auf Schnittkers Beitrag zu sprechen. „Wir brauchen Amazon und Co. nicht, um die Innenstadt kaputtzumachen. Das schaffen wir alleine, denn wir haben es verpennt, die Stadt in den vergangenen 30 Jahren weiterzuentwickeln.“ Gleichzeitig wollte er aber auch „eine Lanze für den Westring brechen“. Dort werde viel Wertschöpfung erarbeitet, und der Bereich sei für die Nahversorgung ganz wichtig. Was die Behandlung von Betrieben angeht, stellte er fest: „Die Wildeshauser Liste ist das willkürlichste Instrument, das wir haben.“ Der Stadt genehme Investoren würden bevorzugt.  bor

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