Neuer Bebauungsplan am Westring lässt keine Container mehr zu

Bäcker bald im Ostmanngebäude?

Verkaufsstelle auf Zeit: Der Backshopcontainer ist nur vorübergehend geduldet. Die Bäckerei soll in das Ostmanngebäude umziehen. Foto: dr

Wildeshausen – Die Zeiten mit einem Backshop in einem Container auf dem Parkplatz des Gartenfachmarktes Ostmann am Westring in Wildeshausen könnten nach jahrelangem Gezerre und mehrmals verlängerten Ausnahmegenehmigungen bald beendet sein. Im Rahmen der Bebauungsplanänderungen für große Teile des Gebietes längs des Westrings soll die Verkaufsfläche von Bäcker Behrens-Meyer nun in das Gebäude von Ostmann integriert werden.

Laut Auskunft von Rainer Ostmann, Besitzer des Gartenfachmarktes, ist geplant, die Fassade seines Gebäudes an der einen Seite so umzugestalten, dass der Bäcker die Ware von dort an die Kunden verkaufen kann. Bäckerei und das Café sind zu den Öffnungszeiten des Gartencenters allerdings auch von innen zu erreichen. „Wir warten seit vielen Jahren darauf, dass wir loslegen können, und hoffen, dass der neue Bebauungsplan endlich gültig wird“, so Ostmann auf Nachfrage.

Ursprünglich sah es schon im Frühjahr 2019 so aus, als sollten die Planungen der vergangenen zehn Jahre zu einem Ende kommen. Dann gab es nach Auskunft von Hans Ufferfilge, Leiter des Fachbereiches Bau bei der Stadt Wildeshausen, aber noch Einwendungen rechtlicher Art, die eine erneute öffentliche Auslegung von Teilen des Planes nötig machten. Das ist aber bereits Anfang des Jahres erfolgt und abgeschlossen, sodass die Unterlagen nun nur noch die politischen Gremien passieren müssen. Das erfolgt allerdings erst, wenn die Politiker wieder öffentlich im Fachausschuss beraten dürfen.

Das könnte in den kommenden Monaten noch einmal kontrovers ablaufen, denn nicht alle Ratsmitglieder zeigten sich bislang mit den 30 Quadratmetern für einen Backshop sowie 100 Quadratmetern für das Café auf der 2 850 großen Innenverkaufsfläche von Ostmann einverstanden. Einerseits befürchtete manch einer eine Schwächung der Innenstadt, da das Gartencenter auch am Sonntag geöffnet hat und somit das Café als Ausflugsziel dienen könnte.

Auf der anderen Seite sehen sich viele Politiker in der Pflicht, das Café zu legitimieren. „Wir haben dem Backshop auf dem Parkplatz mehrmals eine Ausnahmegenehmigung erteilt, weil wir das endgültig im neuen Bebauungsplan regeln wollten“, betonte Wolfgang Sasse (CDU) schon vor einem Jahr. Und Hartmut Frerichs (SPD) machte damals klar, dass man gegenüber den Investoren im Wort stehe, gastronomische Bereiche zulassen zu wollen. Das könne man nun nicht einfach zurücknehmen.

Der Planer spricht in der Begründung für den Bebauungsplan davon, dass die Einrichtung eines Cafés auf „ein wirtschaftlich erforderliches Minimum“ reduziert wurde. Das sei das Ergebnis einer Chancen-Risiko-Abwägung. Festgelegt wird in dem neuen Plan auch, dass die Sortimente zoologischer Bedarf, Glas, Porzellan, Haushaltswaren und Geschenke auf maximal zehn Prozent der zulässigen Verkaufsfläche begrenzt werden. Das entspricht 285 Quadratmetern.  dr

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