Auszubildende ziehen Fazit

Azubis haben LzO-Filiale im Griff

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Arbeiten im Büro des Filialleiters: Lukas Bohmann und Hannes Fresenborg (von links) leiten die LzO-Filiale in der Kreisstadt.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Aufgeregt waren sie schon, gestehen Hannes Fresenborg (20) und Lukas Bohmann (21). Seit Anfang vergangener Woche leiten die beiden Auszubildenden die Wildeshauser Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO).

Gemeinsam mit weiteren zehn Azubis vertreten sie ihre erfahrenen Kollegen, füllen die Geldautomaten auf und beraten die Kunden, die in das Kreditinstitut kommen. Wie im Dezember berichtet, handelt es sich um ein Projekt der LzO, bei dem Nachwuchsbanker der Sparkasse zwei Wochen lang die Regie in einer Filiale übernehmen.

Jetzt, nach einer Woche Arbeit, sind Fresenborg und Co. schon wesentlich entspannter. „Bislang lief es ganz gut“, findet der 20-Jährige. Es habe keine Fälle gegeben, in denen der eigentliche Filialleiter Nicolas Tabke eingreifen musste. Das kann dieser nur bestätigen. Gemeinsam mit einem Kollegen, der den Azubis im Empfangsbereich mit Rat zur Seite steht, und den Kundenberatern im ersten Stock ist Tabke täglich in der Filiale. Für den Fall der Fälle.

Der ist bis jetzt noch nicht eingetreten, auch wenn Fresenborg einräumt, dass er schon unterschätzt hat, „wie viel Arbeit es ist und worauf man alles achten muss“. Da wäre zum Beispiel der Stehplan. Damit alle Kunden schnell beraten werden, gibt es eine Einteilung, die regelt, welcher Azubi, wann an einem der Stehtische zu finden sein sollte.

Wildeshauser zufrieden mit den Azubis

Bis jetzt läuft das Projekt nicht nur zur Zufriedenheit der Lehrlinge und des Filialleiters. Auch die Wildeshauser sind offenbar einverstanden mit der Arbeit der Nachwuchsbanker. Auf Kärtchen können sie Rückmeldungen geben. „Viele Kunden erwarten gar nicht, dass wir alle Azubis sind“, sagt Fresenborg. „Wir haben keine negativen, sondern durchweg positive Reaktionen bekommen“, ergänzt Bohmann. Auch wenn die beiden mit ihren Freunden über die Aktion reden, kommt das gut an. „Viele beneiden uns darum, dass wir so viel Verantwortung bekommen haben“, berichtet Fresenborg.

Filialleiter Tabke spricht von einer „Riesenchance für die Entwicklung.“ Er lobt besonders die Arbeitsmoral der jungen Kollegen. „Da hilft man sich schnell aus, ohne dass Fragen gestellt werden.“ Die Filiale habe zwar bereits eine sehr, sehr gute Mischung aus erfahrenen Urgesteinen und jüngeren Mitarbeitern, trotzdem würde er die Azubis gerne behalten.

Sie verbringen nicht nur am Arbeitsplatz viel Zeit miteinander. Während der zwei Wochen sind sie im Hotel am Bahnhof in der Kreisstadt untergebracht. Da wird auch nach Feierabend mal zusammen geschnackt. Das ist gut für den Kontakt untereinander, denn die Nachwuchsbanker kommen aus allen Ecken der LzO. Fresenborg ist zum Beispiel in Oldenburg-Osternburg und Bohmann in Cloppenburg tätig.

Noch bis Ende der Woche können sich Kunden ein Bild von der Arbeit der Auszubildenden machen und einfach mal in der Filiale am Gildeplatz vorbeischauen.

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