Polnische Delegation besucht den Landkreis Oldenburg

Austausch soll Freundschaft mit Nowomiejski vertiefen

Die polnische Delegation wurde im Kreishaus unter anderem durch den Kreistagsvorsitzenden Helmut Hinrichs (vorne links) begrüßt.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Eine Delegation aus dem polnischen Partnerlandkreis Nowomiejski besucht in dieser Woche Wildeshausen und umzu. Eine Reise, die notwendig ist, findet Kreistagsvorsitzender Helmut Hinrichs (SPD).

Der Sozialdemokrat, Jahrgang 1941, begrüßte die Ankunft der 14-köpfigen Gruppe am Montagvormittag im Kreishaus außerordentlich. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs habe er alles miterlebt und gedacht, „wir sind eine Gemeinschaft“. Doch „in den vergangenen Monaten ist Sand ins Getriebe“ gekommen, kritisierte er.

Einige Spitzen in der Politik hätten sich nicht so benommen, wie sie sollten, meinte er und betonte, dass diese „negative Entwicklung mir zeigt, wie wichtig es ist, dass wir Menschen zusammenkommen“. Es gehe darum, das „verbale Aufbauschen der Politik“ nicht zuzulassen.

Weitaus weniger kritisch fielen die Worte von Landrat Carsten Harings und seinem polnischen Kollegen Andrzej Ochlak aus. Harings sah die Chance, die Kooperation weiter auszubauen. Er erinnerte an die guten Kontakte auf der Ebene des Schüleraustauschs und der Feuerwehren. „Die Begegnungen der Kinder und Jugendlichen tragen den partner- und freundschaftlichen Gedanken in die Zukunft“, hoffte er.

Ochlak wurde etwas konkreter: „Es ist wichtig, dass die Bewohner wissen, wie das Leben in dem jeweils anderen Landkreis aussieht. Deswegen wollen wir in der Presse Informationen darüber veröffentlichen.“ Er war gemeinsam mit Vertretern der Feuerweh, der Verwaltung und der Schulen per Bus aus dem Norden Polens angereist. Der Kreis liegt auf dem Gebiet des ehemaligen Westpreußens.

Das polnische Pendant zu Hinrichs, der Kreistagsvorsitzende von Nowomiejski, Kasimierz Wi´sniewski, betonte, er wünsche sich, dass die Zusammenarbeit auch auf den wirtschaftlichen Bereich ausgeweitet wird. „Damit sich der Lebensstandard angleichen kann.“

Besuch der IGS und der BBS steht an

Auf dem Programm der Reisegruppe, die bis einschließlich Donnerstag hier ist, stehen neben der Besichtigung von Behindertenwerkstätten in Sandkrug und der IGS in Wardenburg am Montag eine Stippvisite in Bremen (Dienstag) – mit Besuch bei der Flughafenfeuerwehr und Führung durch die historische Innenstadt – an. Am Mittwoch geht es dann in den Berufsbildenden Schulen (BBS) um den Schüleraustausch, bevor die Delegation sich mit einem gemeinsamen Abschlussabend verabschiedet. Aber damit soll der Kontakt natürlich nicht abreißen.

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