Ausschuss für Schulentwicklung muss sich mit der Thematik befassen

„Schulen sind nach Gesetz vierzügig zu führen“

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Schon seit längerer Zeit werden Schüler an der Wallschule auch in Containern beschult.

Wildeshausen - An den Wildeshauser Grundschulen herrscht nicht erst seit gestern Raumnot. Aber auch die Zügigkeit der einzelnen Einrichtungen wird immer wieder diskutiert. Mit diesem Thema befasst sich auch der städtische Ausschuss für Schulangelegenheiten während seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Juni, im Stadthaus.

Hierzu beantragt die CDU-Fraktion, die in den gesetzlichen Vorgaben festgelegten Größen (Zügigkeit) für alle in Trägerschaft der Stadt befindlichen Grundschulen einzuhalten und kurzfristig Maßnahmen anzuleiten, die diese Anforderungen nachhaltig absichern.

„Die Verordnung über die Schulorganisation legt in Paragraph 4 die Größe der Schulen und von Teilen von Schulen fest, dass die Zahl der Klassen und Lerngruppen je Jahrgang in Grundschulen höchstens vier Züge betragen darf“, schreibt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Lübke. Diese Höchstzahl dürfe nur vorübergehend überschritten werden. Bei den Berechnungen sei nach derzeitiger Erlasslage von 24 Schülern pro Klasse auszugehen.

„Im Schuljahr 2013/14 waren zum Beispiel der erste, zweite und dritte Jahrgang der Wallschule jeweils fünfzügig. Für die Jahre 2016 und 2019 wird ebenfalls eine Fünfzügigkeit prognostiziert“, so Lübke weiter. Zudem müssten bereits heute und auch zukünftig zusätzliche Räume für die Einrichtung von Sprachlernklassen vorgehalten werden. Derzeit hätten etwa 50 Prozent der Wallschüler einen Migrationshintergrund: „Ebenso werden Schüler mit Förderbedarf beschult.“

Die aktuellen Entwicklungen wie Heterogenität der Lerngruppen, schulische Inklusion, Beschulung von Flüchtlingen und Asylanten stellten sehr hohe Ansprüche an Lehrer und Schulsozialpädagogen. „Die Eltern haben vor dem Hintergrund der pädagogisch herausfordernden Situation einen Anspruch darauf, dass ihre Kinder in überschaubarer und der Verordnung entsprechender Zügigkeit der Einrichtung unterrichtet werden“, berichtet Lübke. Die Stadt Wildeshausen als Schulträger habe in dieser Frage die Verantwortung für eine erfolgreiche Schulentwicklung.

Die Verwaltung schlägt daher vor, den Antrag der Arbeitsgruppe „Schulen“ zur weiteren inhaltlichen Vorbereitung zu übergeben. In der Gruppe sollen mit Blick auf den Raumbedarf auch Vorschläge für das weitere Vorgehen entwickelt werden.

jd

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