Entscheidung nach Sitzungsunterbrechung 

Ausschuss empfiehlt 40.000 Euro für Tierschutzhof

Derzeit betreut die Tierschutzgruppe Wildeshausen keine Tiere aus der Kreisstadt. Das möchte sie aber wieder ändern.

Wildeshausen - Der Ausschuss für Finanzen, Controlling und Wirtschaft hat am Donnerstagabend mehrheitlich empfohlen, der Tierschutzgruppe Wildehausen (TSGW) einen Baukostenzuschuss für den Umbau eines Stallgebäudes in Hanstedt zu einem Tierschutzhof zu bewilligen.

Voraussetzung für die Gewährung der Unterstützung ist, dass die TSGW dem Landkreis Oldenburg bis spätestens 20. Oktober einen genehmigungsfähigen Bauantrag und ein Personal- und Organisationskonzept vorlegt. Sollte der Bauantrag aus Gründen, die die TSGW zu vertreten hat, nicht genehmigt oder die erforderliche Erlaubnis für eine Betreuung der Tiere nicht in Aussicht gestellt werden, wird der Zuschuss nicht gewährt.

Der Empfehlung ging eine kontroverse Diskussion und eine nicht öffentliche Beratung voraus. Schließlich stimmten Wolfgang Däubler (UWG), Stephan Dieckmann, Vera Debicki (beide SPD) und Manfred Rebensburg (Grüne) zu, Hermann Hitz (UWG) und Lars Kosten (FDP) waren dagegen, während sich Wolfgang Sasse und Stephan Rollié (beide CDU) enthielten. Angesichts dieses Votums ist fraglich, ob sich der nicht öffentliche Verwaltungsausschuss der Empfehlung anschließt.

Die TSGW-Vorsitzende Christina Poppe zeigte sich zuversichtlich, im kommenden Jahr wieder die Fundtierverträge zu bekommen, da man im Ehrenamt sehr günstig arbeiten könne und sich auch um die Kastration von Katzen in Wildeshausen sowie streunende Tiere kümmere. Bedenken, dass man mit dem Zuschuss andere Gruppen benachteiligen könnte, zerstreute Kämmerer Thomas Eilers. „Der Rat darf Ehrenamtlichkeit unterstützen. Das wirkt sich nicht auf die spätere Vergabe von Fundtierverträgen aus“, erklärte er. Auch Dieckmann betonte, dass man die Unterstützung ehrenamtlicher Tätigkeit nicht mit den Fundtierverträgen koppeln dürfe. Däubler sagte: „Die ehrenamtliche Arbeit verdient, dass man das respektiert.“ Kosten hingegen sah Probleme darin, 40.000 Euro zu genehmigen und dann vielleicht doch nicht die Fundtiere bei der Tierschutzgruppe unterzubringen. 

dr

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