„Es ist demokratisch, den Weg weiterzugehen“

Ausschuss bleibt beim Schultausch

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Die Hunteschule soll von der Heemstraße an den Standort der St.-Peter-Schule (Foto) wechseln.

Wildeshausen - Nach einer emotionalen Debatte hat der Antrag, den geplanten Immobilientausch zwischen der Hunte- und der St.-Peter-Schule zu verhindern, am Mittwochabend im Schulausschuss der Stadt Wildeshausen keine Mehrheit gefunden.

Unter anderem mit den Stimmen von SPD und Grünen, aber auch von Corinna Riedel-Seebacher (UWG), eigentlich eine Gegnerin des Schultauschs, wurde der Antrag von Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff abgelehnt. Das bedeutet, dass die Stadt weiter abwartet, wie sich der Landkreis Oldenburg in der Sache entscheidet, was voraussichtlich bis Dezember dauern wird.

Der Stadtrat hatte sich im Februar in geheimer Abstimmung mit 18:14 mehrheitlich für den Tausch ausgesprochen. „Ich wollte das nicht“, räumte Riedel-Seebacher ein. „Aber ich halte es für demokratisch geboten, den Weg weiterzugehen.“ Da war Stephan Rollié (CDW) ganz anderer Meinung. „Seitdem wir damals abgestimmt haben, haben sich neue Kosten ergeben“, spielte er auf Räume an, die die Stadt am Standort St. Peter für die Hunteschüler bauen will. Im Februar habe der Rat „keinen Blankoscheck ausgestellt“, so Rollié. Hermann Hitz (UWG) rechnete derweil vor, dass eine neue dreizügige Grundschule für rund 5,5 Millionen Euro zu haben wäre. „Das Hallenbad und das Feuerwehrhaus haben mehr gekostet“, bilanzierte er und griff die Verwaltung heftig an: „Wenn man etwas nicht will, werden die Zahlen hoch gerechnet, wenn man etwas will, kommt nachher noch was drauf.“ Der Schultausch würde insgesamt 3,5 Millionen Euro kosten, sagte der UWG-Ratsherr.

Von den eigentlichen Befürwortern des Schultauschs ergriff niemand das Wort. Nur Woldemar Schillberg (SPD) unterstrich, dass Hitz‘ Rechnung nicht stimme. Dieser hatte sich bei den 5,5 Millionen Euro auf einen Schulneu- und -umbau in Sulingen bezogen. In Wildeshausen gehe es aber nur um einen Neubau. Hitz vergleiche „Äpfel und Birnen“, so Schillberg.

Katholische Kirche stellt ihr Angebot vor

In derselben Sitzung stellte die katholische Kirche ihr Angebot vor, selbst eine Grundschule zu bauen – Zahlen lagen dabei nicht auf dem Tisch. Der CDW-Antrag, konkrete Verhandlungen aufzunehmen, fand keine Mehrheit. Zum einen wegen vergaberechtlicher Probleme, zum anderen wegen des Februar-Beschlusses zum Schultausch. „Genau deshalb arbeitet die Verwaltung so langsam. Weil sie keinen Plan B hat“, kritisierte Ratsherr Rollié (CDW). Aber es half nichts: Die Mehrheit will erst einmal abwarten, wie sich der Landkreis zum Schultausch positioniert.

bor

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