Ausschuss berät über Anträge der UWG und der Grundschulen

Neue Schulsozialarbeiter kosten 150000 Euro

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Der Schulausschuss berät am 10. September über die Notwendigkeit weiterer Schulsozialarbeiterstellen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Drei neue Vollzeitstellen für Schulsozialarbeit würden die Stadt Wildeshausen rund 150000 Euro jährlich mehr kosten. Das erläutert die Stadtverwaltung zu einem Antrag der UWG, die Schulsozialarbeit auszuweiten. Der Antrag wid am 10. September im Schulausschuss behandelt.

Wie berichtet, hat die UWG ein ganzes Maßnahmenpaket vorgeschlagen, um die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund sowie die Unterstützung von Förderschulkindern zu verbessern. „Schulsozialarbeit und Sprache sind wesentliche Voraussetzung, Bildungsprozesse in Gang zu setzen und zu fördern, damit die Integration der betroffenen Schüler und ihrer Familien gelingen kann“, schreibt Schulausschussvorsitzender Hermann Hitz in seiner Begründung.

Das sieht auch die Stadtverwaltung so und steht einer Ausweitung der Schulsozialarbeit positiv gegenüber. Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge und Sachbearbeiter Holger Decke weisen jedoch darauf hin, dass die Stadt im Rahmen ihrer freiwilligen Leistungen bereits jetzt 150000 Euro für Schulsozialarbeit sowie rund 90000 Euro für Dolmetscher- und Sprachmittler ausgibt. Somit leiste die Stadt anstelle des eigentlich zuständigen Landes Niedersachsen schon einen erheblichen Beitrag für einen geordneten Schulbetrieb. Im aktuellen Haushalt, so die Stadtverwaltung, stehen keine weiteren Haushaltsmittel zur Verfügung, um vorzeitig weitere Schulsozialarbeiter einstellen zu können. Somit sollte im Rahmen der kommenden Haushaltsberatungen darüber diskutiert werden, inwieweit ein Ausbau der Maßnahmen realisierbar erscheint. Was den Dolmetscherbedarf betrifft, sind die Schulen nach Einschätzung der Stadtverwaltung aktuell weitestgehend bedarfsgerecht versorgt.

Auch die drei Grundschulen machen deutlich, dass sie in erster Linie mehr Stunden für Schulsozialarbeit benötigen. Anja Lösch (Rektorin Holbeinschule) und Brigitte Schmidt (St.-Peter-Schule) verdeutlichen in einem Brief, dass jeweils eine Viertelstelle pro eigenständiger Grundschule nicht ausreicht. So könne nicht angemessen kurzfristig reagiert werden, Terminabsprachen seien schwer einzuhalten und Netzwerkarbeit mit anderen Einrichtungen sei kaum zu leisten.

Roswitha Remmert (Rektorin Wallschule) beantragt gar eine komplette zusätzliche Schulsozialarbeiterstelle, um die vielfältigen Aufgaben an der Schule bewältigen zu können. Während ein Sozialarbeiter mit Sozialtraining befasst sei, könnte der weitere Sozialarbeiter bei aktuellen Konflikten direkt eingreifen. Das sei derzeit nicht möglich, weil nur eine helfende Kraft anwesend sei.

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