Ausschuss befasst sich mit der Problematik/Durchfahrtverbot wird bislang nicht kontrolliert/ Bürgerinitiative gegründet

Anwohner beklagen Laster- und Busverkehr auf Kaiserstraße

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Es ist eng: Ein Schulbus auf der Kaiserstraße.

Wildeshausen - Zwar dürfen Laster mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht oder landwirtschaftliche Gespanne die Kaiserstraße in Wildeshausen nicht befahren, doch so richtig darum kümmern scheint sich wohl derzeit niemand. Denn eine Kontrolle findet dort nicht statt.

Nun reicht es den Anwohnern. Sie haben eine Bürgerinitiative gegründet sowie Unterschriften gesammelt und erreichten zumindest schon einmal, dass sich der Bauausschuss vor seiner Sitzung am 3. Dezember vor Ort über die Situation informiert.

„Kaiserstraße und Wittekindstraße sind eigentlich für den Durchgangsverkehr von Lastern und landwirtschaftlichen Gespannen gesperrt. Doch die Verbotsschilder werden einfach ignoriert“, sagt Ulrich Stolle-Warkotz. „Es droht nun mal keine Sanktionierung.“ Problematisch sei auch, dass moderne Navigationsgeräte den Lkw-Verkehr bei Störungen auf der Autobahn 1 oder der B213 gezielt über die Strecke leiten. Kaiserstraße und Wittekindstraße seien jedoch eng und kurvenreich.

„Es ist großen Traktoren, Lastern und auch Bussen praktisch nicht möglich, diese Route ohne mehrfaches Ausholen in den Gegenverkehr oder auf den Bürgersteig zu befahren“, sagt Stolle-Warkotz. Insbesondere vor der scharfen Kurve der Kaiserstraße komme es dadurch zu gefährlichen Begegnungen und Rückstaus.

Die Kaiserstraße und die Wittekindstraße sind einer der Hauptschulwege der Stadt. Sie werden zudem als Ausfallstraße für Rettungsfahrzeuge benötigt.„Der Durchgangsverkehr von Lastern, Treckern und auch Bussen hat hier nichts verloren“, sagt Stolle-Warkotz. Zwar würden die beiden Straßen derzeit noch als Ausfallstraße für Feuerwehrfahrzeuge mit einer Durchfahrtshöhe von bis zu vier Metern benötigt.

Spätestens mit der Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses in der Pagenmarsch ergebe sich aber die Möglichkeit, die Durchfahrtshöhe baulich zu begrenzen. Dann seien die Straßen nicht mehr als Durchgangsstraßen für große Fahrzeuge geeignet.

Die Bürgerinitiative fordert schnellstmöglich eine bauliche Höhenbegrenzung, die sofortige Verbesserung der Beschilderung mit einem ausdrücklichen Einfahrverbot für Laster und Schulbusse, regelmäßige polizeiliche Kontrollen sowie eine bauliche Höhensperrung in Höhe des Restaurants Caruso mit Fahrtrichtung Pestruper Straße sowie die Einrichtung des Feuerwehrparkplatzes als Laster-Wendeplatz. Über diese Maßnahmen muss der Rat der Stadt entscheiden. Immerhin werden sich die Politiker schon bald vor Ort informieren.

dr

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