Ausschüsse sprechen sich für Wohnbebauung am Lehmkuhlenweg aus

Bis 2020 werden in der Stadt 370 Wohnungen benötigt

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In Wildeshausen soll der Bau von bezahlbarem Wohnraum vorangetrieben werden.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Entscheidung ist gefallen: Bei zwei Gegenstimmen sprachen sich der Ausschuss für Stadtentwicklung sowie der Bauausschuss am Donnerstagabend während einer gemeinsamen Sitzung dafür aus, dass am Lehmkuhlenweg bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden soll.

Die Verwaltung soll beauftragt werden, ein Interessenbekundungsverfahren einzuleiten. Allerdings teilte Bürgermeister Jens Kuraschinski mit, dass die Gemeinnützige Siedlungs-Gesellschaft (GSG) Oldenburg bereits den Neubau von fünf Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 70 Wohnungen für das Gebiet geplant hat. „Die Bauvorlagen sind noch nicht vollständig. Nach Vorliegen der fehlenden Unterlagen bezieht die Verwaltung hierzu Stellung“, so Kuraschinski.

Erst nach einer Sitzungsunterbrechung für fraktionelle Besprechungen konnten die Würfel für den Wohnungsbau fallen. Zuvor hatte Stephan Rollié (CDU) deutlich gemacht, dass er dieser Maßnahme nicht zustimmen werde: „Wir wären ja bekloppt, wenn wir das machen. Schließlich haben wir dort etwas anderes vor, wir wollen den Bauhof dorthin verlegen.“ Klar sei jedoch, dass etwas geschehen müsse: „Wir müssen aus dem Quark kommen.“

Thomas Johannes (UWG) sprach sich klar gegen die Umsiedlung des Bauhofes an diese Stelle aus: „Es kann doch nicht sein, dass ein Bauhof in der Innenstadt angesiedelt wird. Wir müssten ja bekloppt sein, dem zuzustimmen.“

Christoph Wach (Grüne): „Wir sollten umgehend anfangen, die GSG will schließlich an drei Standorten insgesamt 137 Wohneinheiten bauen.“ Auch Karl Schulze Temming-Hanhoff sprach sich für den Wohnungsbau aus: „Das ist ein Grundstück der GEG, das die Stadt für den Bauhof erst teuer erwerben müsste. Wir haben aber kein Geld. Dort sollten wir vorrangig Wohnungsbau ansiedeln.“

Zuvor hatte Uwe Höger vom Büro Protze und Theiling den Politikern einige überaus interessante Zahlen präsentiert, die sich aus dem erstellten Wohnraumversorgungskonzept ergeben, das bis Ende Januar endgültig fertig sein soll. Danach werden in der Kreisstadt bis zum Jahr 2020 insgesamt 370 Wohneinheiten benötigt – 120 um den Status Quo zu halten und 250 für die weitere Entwicklung.

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