Regen hält niemanden ab

2722 Ausmarschierer kommen trocken in den Krandel

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Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Eine halbe Stunde vor dem Ausmarsch in den Krandel goss es am Dienstag in Strömen, doch da waren die meisten Gildemitglieder in den Kompaniequartieren und blieben somit trocken.

Als Oberst Wilhelm Meyer auf der Herrlichkeit den Befehl zum Aufbruch gab, rieselten nur noch einige Tropfen von den Bäumen. Der Adjutant des Obersts, Andreas Tangemann, saß in der Kutsche und nahm die Meldungen der Kompanien entgegen. Er zählte 2 722 Teilnehmer.

„Eine schöne Zahl angesichts des Wetters“, freute der Oberst. „Bei der Gilde lässt sich eben niemand durch ein wenig Regen abschrecken.“

Zunächst war die Ratskompanie mit 76 Mitgliedern auf der Herrlichkeit eingetroffen. Die Kompanie Cornauertor folgte mit 548 Mitgliedern, die Kompanie Westertor zählte 832 Mann. Die größte Kompanie war mit 856 Teilnehmern das Huntetor. Dazu kamen 45 Könige und Offiziere sowie zahlreiche Spielleute.

Ein wenig verspätet ging es los in den Krandel. Die Ausmarschierer hatten jedoch ein gutes Tempo drauf und waren pünktlich auf dem Festplatz. Die Straßen waren gesäumt von Schaulustigen, die die zum Teil originellen Ausstattungen der Teilnehmer bewunderten. An der Ahlhorner Straße waren die Seiten wieder gesäumt von Bewohnern der Wildeshauser Seniorenheime, die so ein Stück des Gildefestes hautnah erleben konnten.

Gildefest: 2.722 Ausmarschierer gehen in den Krandel

„Ein bewundernswertes Bild lobte der General die Teilnehmer vom Krönungstisch aus. „Der Aus- und Einmarsch sowie das Königsschießen sind traditionell die Höhepunkte des Hauptfesttages. Die Bereitschaft zur Teilnahme spiegelt die Verbundenheit der Gildemitglieder mit der Stadt wider.“ Nun hoffe er auf viele Bewerber beim Schießen und einen fairen Wettkampf. Im Krandel begann unterdessen das Gildegericht mit seinen Verhandlungen im Zeughaus. Es wurden zudem verdiente zahlreiche langjährige Mitglieder durch den Oberst und den General geehrt.

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